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Beitrag zur Energiewende:Lenggries investiert in Kläranlage

Der Umbau der Lenggrieser Kläranlage ist eines der Lieblingsprojekte des ehemaligen Bürgermeisters Werner Weindl gewesen. Sie wurde auf eine Kapazität von 20 000 Einwohner erweitert und leistet einen Beitrag zur Energiewende, weil aus dem Klärschlamm Wärme und Strom erzeugt wird, die zum Betrieb der Anlage genutzt werden. Insgesamt drei Millionen Euro hat der Umbau gekostet, voriges Jahr wurde der neue Faulbehälter in Betrieb genommen. Was noch fehlte, war eine Anlage zur Schlammentwässerung, die den verbleibenden Klärschlamm presst und so dessen Gewicht senkt. Der Bauausschuss hat sich am Montag einstimmig für die Anschaffung einer Schneckenpresse entschieden. Wie Kläranlagenmeister Florian Willibald erklärte, sei diese zwar etwas teurer als eine Zentrifuge. Aber eine Schneckenpresse, die den Schlamm nicht an die Wand schleudert, sondern diesen nach oben befördert und zusammen presst, sei deutlich leiser, habe eine höhere Lebensdauer und verbrauche weniger Strom. Knapp 370 000 Euro muss die Gemeinde investieren, dafür fallen zukünftig die Kosten für die mobile Schlammentwässerung weg, die bisher zweimal jährlich von einem externen Unternehmen vorgenommen wurde. Was bleibt, sind die Entsorgungskosten für rund 900 Tonnen gepressten Klärschlamm, der jährlich anfällt. Dieser wird zum Auffüllen von Stollen verwendet oder verbrannt und die Asche als Dünger verwendet.

© SZ vom 16.11.2020 / schp
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