Baustelle:Ortsdurchfahrt wird gesperrt

Die Ampelkreuzung in Münsing muss umgebaut werden

Von Benjamin Engel, Münsing

Mit einer abgeklemmten Hauptschlagader ist wohl am griffigsten zu vergleichen, vor welcher komplexen Operation Münsing demnächst steht. Denn wegen der Umbauarbeiten an der Ampelkreuzung bei der Pfarrkirche und dem Altwirt muss die zentrale Ost-West-Durchfahrt in Münsing komplett gesperrt werden - und das für voraussichtlich drei Wochen vom 11. Oktober an. Das bedeutet geänderte Haltestellen und Ausweichrouten für die öffentlichen Buslinien. Die Kinder müssen sich auf ihrem Weg zur Münsinger Grundschule umstellen. Und auch für den Autoverkehr sind weiträumige Ausweichrouten beschildert.

Während der Bauphase können die Busse im öffentlichen Nahverkehr die Haltestelle am Münsinger Kirchberg nicht mehr anfahren. Die aus Starnberg von Norden kommende MVV-Linie 961 fährt nur noch bis zum Abzweig nach Ammerland an der nördlichen Münsinger Ortseinfahrt. Von dieser Haltestelle geht es direkt nach Ammerland weiter. Die Linie 373 (Wolfratshausen - Seeshaupt) hält ersatzweise vor der Sparkasse am Abzweig der Degerndorfer Straße von der Hauptstraße - und fährt anschließend weiter über Degerndorf und Holzhausen Richtung Süden. Wer zwischen den Linien umsteigen muss, hat laut dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) einen zehnminütigen Fußmarsch einzukalkulieren. Da dies insbesondere Schüler betrifft, wurden einige Fahrten zeitlich angepasst.

Mit einer "schweren Geburt" vergleicht Münsings technischer Bauamtsleiter Josef Limm die Baustelle an der Ampelkreuzung. Die Kommune will die Kreuzung mit den Umbaumaßnahmen insbesondere für Fußgänger sicherer machen. Der Gehweg und die Wartezonen an der Lichtsignalanlage werden breiter. Taktile Einbauten als Orientierungselemente für sehbehinderte Menschen sind ebenfalls eingeplant. Das Staatliche Bauamt Weilheim und die Gemeinde Münsing teilen sich die anfallenden Kosten untereinander auf.

Für die Schüler hat die Kommune eine Ausweichroute eingerichtet. Aus dem Nordosten des Ortes können sie durch die Durchfahrtsstraße zwischen Mesnerhof und Kirche bis zur Weipertshausener Straße kommen. Dort steht in der Baustellenphase eine Bedarfsampel, damit die Kinder sicher auf die andere Straßenseite zur Schule kommen. Laut Bauamtsleiter Limm ist die Verbindungsstrecke nördlich der Kirche für Autos gesperrt. Dort stehen dann auch entsprechende Verbots- und Hinweisschilder. Aus dem Süden Münsings kommen die Kinder über den Friedhof zur Schule, so Limm. Die Eltern seien über die neue Situation während der Baustelle informiert und gebeten worden, die Ausweichroute mit den Kindern einzuüben.

Autofahrer müssen weiträumig ausweichen. Von Norden aus müssen sie laut Limm Münsing etwa über Höhenrain anfahren. Bislang geht die Kommune davon aus, dass die Bauarbeiten an der Ampelkreuzung nach drei Wochen beendet sein werden und die Straße Ende Oktober wieder freigegeben werden kann. "Eventuell wird nach der Sperrung noch die Ampelanlage fertig montiert", sagt Limm.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB