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Badehaus Waldram:Erinnerungsort begrüßt 2000. Gast

Der Erinnerungsort Badehaus meldet fünf Monaten nach seiner Eröffnung die 2000. Besucherin: Brigitta Hack war mit dem Bildungsstammtisch des Katholischen Kreisbildungswerks Bad-Tölz Wolfratshausen gekommen. Badehaus-Vorstandsmitglied Eva Greif führte die Gäste durch die Geschichte des Lagers Föhrenwald, heute Waldram.

Zunächst diente Föhrenwald als Siedlung für Arbeiter der nahegelegenen NS-Rüstungsbetriebe, bevor es 1945 ein Lager für Displaced Persons wurde. 1956 wurden dort katholische Heimatvertriebene angesiedelt. Die Besucher zeigten sich laut Badehaus-Mitarbeiter Jonathan Coenen beeindruckt. Andreas Käter, der Chef des Bildungswerks, habe betont, dass Waldram ein besonders geschichtsträchtiger Ort sei, der für die politische Bildung hervorragend geeignet sei. Brigitta Hack habe das Badehaus als wichtigen Ort der Wertevermittlung bezeichnet - "gerade beim Rechts-Ruck in unserer Gesellschaft heute". Die 2000. Besucherin bekam als Dank das Buch "Ärzte, Hexen, Handaufleger; Medizin-Geschichte im Isar-Loisachtal" in dem auch über die ärztliche Versorgung im Lager Föhrenwald berichtet wird.

© SZ vom 15.04.2019 / SZ

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