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Bad Tölz-Wolfratshausen:Zusammenschluss für Energiewende

Oberland-Kommunen bilden ein Effizienz-Netzwerk

Vierzehn Städte und Gemeinden aus dem Oberland sowie der Landkreis Miesbach wollen sich zu einem kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk zusammenschließen. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Initiative des Instituts für nachhaltige Energieversorgung (Inev) an der Technischen Hochschule Rosenheim und der Energiewende Oberland mit Sitz in Penzberg. Der dazugehörige Förderantrag wurde noch vor Weihnachten beim Projektträger Jülich gestellt, der das Programm im Auftrag des Bundesumweltministeriums betreut. Die Bewilligung des Förderantrags wird für den Sommer 2021 erwartet.

Aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen beteiligen sich bislang die Gemeinden Benediktbeuern, Reichersbeuern und Egling an dem Netzwerk. Aus dem Nachbarlandkreis Starnberg ist Bernried mit an Bord, aus dem Landkreis Miesbach unter anderem Gmund, Tegernsee und Bad Wiessee.

Alle teilnehmenden Kommunen sind auch Stifter der Energiewende Oberland und unterstützen das Ziel, die Energiewende im Oberland bis zum Jahr 2035 zu erreichen. "Wir möchten mit dem Netzwerk regelmäßig Impulse bei den teilnehmenden Kommunen liefern, an der Energiewende vor Ort dran zu bleiben", erklärt Stefan Drexlmeier, Vorstandsvorsitzender der Energiewende Oberland. "Das Energieeffizienz-Netzwerk ist eine gute Gelegenheit, auch bei den landkreiseigenen Liegenschaften und der Verwaltung in Sachen Energiewende am Ball zu bleiben, voranzukommen und neue Impulse zu setzen", freut sich der Miesbacher Landrat Olaf von Löwis (CSU).

Im Rahmen der Netzwerktreffen werden klassische Themen wie beispielsweise Energieeffizienz in kommunalen Gebäuden, die Einführung von Energiemanagement-Systemen und Unterstützung bei Nahwärme-Netzen erarbeitet, aber auch Zukunftsthemen wie Elektromobilität und die Kombination von Strom, Wärme und Mobilität forciert. "Durch die Partnerschaft zwischen Inev und dem Kompetenzzentrum der Energiewende Oberland können wir ein sehr breites Spektrum an Wissen und Praxiserfahrung anbieten", erläutert Dominikus Bücker, Inev-Geschäftsführer und Laborleiter für Energie- und Umwelttechnik, die Vorteile für die teilnehmenden Kommunen.

© SZ vom 17.02.2021 / cjk
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