Landratswahl in Bad Tölz-WolfratshausenSPD und ÖDP empfehlen Ludwig Schmid

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Am 22. März sind die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen aufgerufen, einen neuen Landrat zu wählen.
Am 22. März sind die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen aufgerufen, einen neuen Landrat zu wählen. Harry Wolfsbauer
  • Am 22. März findet die Stichwahl zwischen Ludwig Schmid (Freie Wähler) und Thomas Holz (CSU) um das Landratsamt in Bad Tölz-Wolfratshausen statt.
  • SPD und ÖDP empfehlen Ludwig Schmid, während Grüne und Linke keine Wahlempfehlung auf Kreisebene abgeben.
  • Die SPD fordert klare Positionen zu ÖPNV-Ausbau, Erhalt der Kreisklinik und Rückführung der Wasserkraft in öffentliche Verantwortung.
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Die Kreis-SPD und die ÖDP sprechen sich für die Wahl von Ludwig Schmid zum Landrat aus, keine Empfehlung gibt es von Grünen und Linken.

Von Alexandra Vecchiato, Bad Tölz-Wolfratshausen

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Gut 100 000 Wahlberechtigte im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen müssen sich am kommenden Sonntag die Frage stellen: Ludwig Schmid oder Thomas Holz? Ersterer kandidiert für die Freien Wähler für das Amt des Landrates, zweiterer für die CSU und beide stehen sich am 22. März in der Stichwahl gegenüber. Die Kreisverbände von SPD und ÖDP haben in der Frage bereits eine Antwort gefunden: Sie empfehlen die Wahl von FW-Kandidat Schmid.

Die Entscheidung werde „große Auswirkungen“ auf die Landkreispolitik haben, teilt SPD Kreisvorsitzender Klaus Barthel mit. „Uns ist bewusst, dass wir von beiden Bewerbern keine sozialdemokratische Politik erwarten können“, schreibt Barthel. „Wir erwarten eine Amtsführung, die auch in den einzelnen Abteilungen auf die Perspektiven der Betroffenen eingeht, anstatt zentralistisch von oben durchzuregieren.“

Ludwig Schmid (FW) hat es in die Stichwahl um das Amt des Landrats im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen geschafft.
Ludwig Schmid (FW) hat es in die Stichwahl um das Amt des Landrats im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen geschafft. Manfred Neubauer

Des Weiteren erwarte die SPD, dass sich die beiden Bewerber in zentralen Fragen klar positionieren, wie zum weiteren Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs einschließlich der S7, zum Erhalt der kommunalen Kreisklinik, zur Sicherung sozialer Leistungen der Daseinsvorsorge und Rückführung der Wasserkraft im Landkreis in öffentliche Verantwortung. „Wir sehen es als eindeutiges Zeichen, dass der ehemalige Bürgermeister und seine Partei ausgerechnet in Kochel, einer bis vor zwei Jahren von der CSU dominierten Gemeinde, das für sie landkreisweit schlechteste Kreistags- und Gemeinderatswahlergebnis eingefahren haben“, so Barthel weiter.

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Schmid reagierte mit einer eigenen Pressemitteilung auf die Kreis-SPD:  „Ich nehme die angesprochenen Themen sehr ernst. In der Stichwahl geht es nicht um parteipolitische Abgrenzung, sondern darum, wer Verantwortung für den gesamten Landkreis übernimmt.“ Sowohl den Ausbau des ÖPNV, insbesondere der S7, wolle er forcieren, als auch den Bestand der Kreisklinik in kommunaler Hand sichern, betont Schmid. Er geht ferner auf die Zukunft des Walchenseekraftwerks ein. „Für mich ist klar: Bei der Neuvergabe muss die öffentliche Hand spürbar profitieren.“ Schmid betont ferner, dass er diese Themen als gemeinsame Aufgaben verstehe. „Diese Fragen lassen sich nur gemeinsam und über Parteigrenzen hinweg lösen.“

Für die SPD seien die von Ludwig Schmid erhaltenen Aussagen „sehr konstruktiv und positiv“, so Barthels Reaktion auf Schmids Antworten. Daher die klare Empfehlung, den FW-Kandidaten zu unterstützen.

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Auch wenn die Kreis-ÖDP noch keine Zeit gehabt habe, sich abzustimmen, habe er als Vorsitzender eine eindeutige Meinung, sagt Manuel Tessun auf Nachfrage. Er präferiere Schmid. CSU-Kandidat Holz sitzt seit 2023 im bayerischen Landtag. Die nächste Wahl steht 2028 an. „Ich finde es nicht gut, sich während einer laufenden Legislaturperiode auf einen neuen Job zu bewerben“, betont Tessun. Das sei nicht der Wille der Wählerinnen und Wähler vor drei Jahren gewesen. Zudem glaubt Tessun, dass Schmid „integrativer unterwegs“ sei.

Im ersten Wahlgang lagen Holz mit 38,5 und Schmid mit 36,3 Prozent sehr nahe zusammen. SPD-Kandidat Barthel erzielte lediglich 4,8, ÖDP-Bewerber Tessun sogar nur 2,1 Prozent. Ausgerechnet die Partei des Drittplatzierten, Andreas Wild von den Grünen kam auf 15,1 Prozent, will keine Wahlempfehlungen abgeben, ebensowenig die Linke, die allerdings mit ihrem Kandidaten Sebastian Englich nur 3,2 Prozent holte.

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