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Bad Tölz-Wolfratshausen:Neue Verträge für den Walchensee

Die Wasserrechte können 2030 überarbeitet werden

Die Nutzungsrechte für den Walchensee können für die Zeit nach 2030 neu verhandelt werden. Der Freistaat Bayern will die Eon-Tochter Uniper, die derzeit das Walchenseekraftwerk betreibt, fristgerecht zum 30. September über das Ablaufen der Wasserrechte informieren. Das geht aus einer Mitteilung von Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) an den Landtag hervor. Einer Neuverhandlung der Wassernutzungsrechte steht damit nichts mehr im Weg.

"Wir haben diesen wichtigen Schritt der Staatsregierung nun schwarz auf weiß", kommentiert der Grünen-Landtagsabgeordnete Hans Urban das Schreiben. Urban hatte schon länger beantragt, dass Uniper mitgeteilt wird, dass es über 2030 hinaus keine automatische Verlängerung der Wassernutzungsrechte mehr geben wird. Dieses Vorgehen ist die Voraussetzung dafür, dass über den Walchensee neu verhandelt werden kann.

Urban und seine Landtagsfraktion fordern, dass kommunale Stromerzeuger das Walchenseekraftwerk künftig zumindest mitbetreiben können. Urban denkt dabei zum Beispiel an einen Stadtwerkeverbund. Man könne es jedenfalls nicht zulassen, dass Uniper alleine vom Betrieb des Kraftwerks profitiere. "Ein Alleinbetrieb des Walchenseekraftwerks durch Uniper muss ab 2030 der Vergangenheit angehören", fordert Urban deshalb. Man müsse stattdessen dafür sorgen, dass die Wertschöpfung bei der Wasserkraft in der Region bleibe, so der Landtagsabgeordnete aus Eurasburg.