Der Kreisjugendring (KJR) pocht auf eine Wiederöffnung von Jugendeinrichtungen. Gerade in der Corona-Krise bräuchten junge Menschen Orte, an denen ein angstfreier, sorgloser und freudiger Austausch mit Gleichaltrigen stattfinden könne, sagt KJR-Chefin Sabine Grasberger. Doch zur Eindämmung der Pandemie sind die Einrichtungen der Jugendarbeit derzeit komplett geschlossen. Jugendbildungsstätten, Jugendherbergen, Pfarrheime, Sportheime, Jugendtreffs - alles ist dicht. Dabei habe man sich ausgefeilte Hygienekonzepte einfallen lassen. Die Jugendleiter seien gut geschult und die jungen Menschen hätten sich mit dem Tragen von Mund-Nase-Masken gut arrangiert, sagt Grasberger. Der Kreisjugendring Bad Tölz-Wolfratshausen fordert deshalb, dass organisierte Jugendgruppen in Vereinen und Verbänden ähnlich wie Schulklassen behandelt werden. Es sei nicht nachvollziehbar, dass Kinder und Jugendliche in Schulbussen eng zusammensitzen, sich privat aber nur mit einem einzigen Freund oder einer Freundin treffen dürften. "Die Kinder und Jugendlichen brauchen die verlässlichen Orte und Gelegenheiten der Begegnung", sagt Grasberger.