Geretsried:Zu wenig Personal - zu wenige Betreuungsplätze

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Geretsried: An der Karl-Lederer-Grundschule soll die Mittagsbetreuung aufgestockt werden.

An der Karl-Lederer-Grundschule soll die Mittagsbetreuung aufgestockt werden.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Der Geretsrieder Stadtrat entscheidet am Dienstag über eine Aufstockung der Kinderbetreuung an der Karl-Lederer-Grundschule. Bereits jetzt fehlt aber das Personal, um alle Plätze anbieten zu können.

Von Yannik Achternbosch, Geretsried

Auf dem Papier kann sich das Angebot zur Kinderbetreuung in Geretsried sehen lassen: 17 Kindertagesstätten gibt es in der Stadt. Alle umfassen einen Kindergarten, sieben zusätzlich eine Kinderkrippe und fünf einen Hort. Hinzu kommen eine Großtagespflege sowie zwei Mittagsbetreuungen. An diesem Dienstag befasst sich der Stadtrat mit einem Antrag, der das Aufstocken der Mittagsbetreuung an der Karl-Lederer-Grundschule vorsieht. Baulich will die Stadt so weitere Betreuungsplätze für Kinder schaffen.

Mit diesen baulichen Maßnahmen schafft die Stadt den Rahmen für mehr Betreuungsplätze. "Die Personallage ist allerdings weiterhin angespannt", berichtet Rathaussprecher Thomas Loibl. Geretsried stellt damit keine Ausnahme dar, im ganzen Land fehlen pädagogische Fachkräfte. Das macht sich auch bei den privaten Trägern der Kindergärten in Geretsried bemerkbar: "Die Stadt bietet genug Betreuungsplätze an, allerdings können die aktuell nicht alle vergeben werden, weil Personal fehlt." Alle Träger von Betreuungseinrichtungen in Geretsried seien aktuell auf der Suche nach mehr Personal, die Stadt könne das allerdings nur sehr bedingt unterstützen.

Anfragen per Online-Portal

Wie viele Betreuungsplätze in Geretsried benötigt werden, versucht die Stadt mit einem Online-Portal herauszufinden. Aktuell können Eltern ihre Kinder über das Portal Little Bird zur Betreuung anmelden. Die Stadt versucht so, die Nachfrage zentral zu organisieren. Allerdings kann sie die Plätze nicht zentral zuteilen, dafür sind die Einrichtungen zuständig. Diese vergeben die Plätze nach ihren eigenen Kriterien, sodass die neuen Kinder möglichst gut in die pädagogischen Konzepte der Einrichtungen passen. Die Stadt ist dann auf Rückmeldungen der Träger angewiesen, um eine mögliche Warteliste zu erstellen. Deren Umfang könne sich stündlich ändern, sagt Loibl. Zudem sind einige Kinder auf der Liste womöglich bereits versorgt, ihre Eltern haben die Anfrage nur noch nicht zurückgezogen.

Der Stadtrat entscheidet außerdem über einen Antrag zur Anerkennung von Kinderbetreuungsplätzen. Dabei geht es um die langfristige Planung dazu, wie viele Plätze die Stadt in den kommenden Jahren anbieten will. Die Grundlage der Überlegung sind Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung. Ob diese Plätze dann aber benötigt werden und genug Personal da ist, um sie mit Kindern besetzen zu können, wird sich erst in Zukunft zeigen.

https://portal.little-bird.de/Suche/Geretsried

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