Bad Tölz-Wolfratshausen:Fünf weitere Corona-Tote

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Coronavirus

Die Lage in den Krankenhäusern des Landkreises, insbesondere in den Intensivstationen, wird immer kritischer.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Drei Menschen sterben, obwohl sie vollständig geimpft waren. Damit erhöht sich die Anzahl der Pandemie-Opfer im Landkreis auf 114. Die aktuellen Infiziertenzahlen schaukeln sich derweil von Höchststand zu Höchststand

Über das Wochenende sind weitere fünf Landkreisbürger einer Corona-Infektion zum Opfer gefallen. Zum Teil starben diese an der Viruserkrankung trotz einer vollständigen Impfung, wie die Kreisbehörde am Montag mitgeteilt hat. Damit erhöht sich die Anzahl auf inzwischen 114 Pandemie-Tote in Bad Tölz-Wolfratshausen. Eine Zahl, die die Schicksale dahinter nicht ansatzweise vermittelt.

Unter den fünf jüngsten Todesopfern waren zwei Personen, die unmittelbar an der Infektion starben und beide ungeimpft waren, wie es seitens des Landratsamtes heißt. Dabei handelt es sich um zwei Menschen Jahrgang 1936 respektive 1945. Doch bei den drei weiteren ist es offenbar zu einem sogenannten Impfdurchbruch gekommen: Eine Person Jahrgang 1938 sowie zwei des Jahrgangs 1946 waren nach Angaben der Kreisbehörde zwar doppelt geimpft, starben aber dennoch direkt an der Infektion. Ob sich diese Impfdurchbrüche vor allem auf die Verwendung eines bestimmten Vakzins zurückführen lässt oder ob sich diese Durchbrüche auf alle Impfstoffe verteilen, darauf konnte die Kreisbehörde bis zum Montagnachmittag keine Antwort geben. Offen blieb bislang auch die Frage, ob bereits Patienten aus Bad Tölz-Wolfratshausen in Nachbarlandkreise oder gar in ein Nachbarland transportiert werden mussten oder dies in den kommenden Tagen ansteht. Aber: Insgesamt gibt es 24 Intensivbetten in den Kliniken im Landkreis, von denen derzeit nach Angaben des Intensivregisters 21 belegt sind. Auf 14 der 21 belegten Intensivplätze werden Covid-Patienten betreut, sieben von ihnen müssen aktuell auch beatmet werden. Damit machen Corona-Infizierte 58,33 Prozent der Intensivpatienten aus.

Was die Corona-Fallzahlen anbelangt, so stiegen diese ebenfalls über das Wochenende an: 1927 positiv Getestete verzeichnete die Kreisbehörde aktuell, die sich in Isolation befinden. 9604 Menschen gelten inzwischen als wieder genesen, so dass sich die Gesamtzahl der Infizierten seit beginn der Pandemie im Landkreis auf 11 105 summiert. Von den 1927 aktuell positiv Getesteten leben die meisten, nämlich 340, in Geretsried, gefolgt von 270 in Bad Tölz und 258 in Wolfratshausen. Auch zwei ländliche Kommunen melden dreistellige Fallzahlen: Lenggries mit 169 und Dietramszell mit 105. Viele Betroffene verzeichnen auch Egling mit 89, Wackersberg mit 78, Münsing mit 71, Gaißach mit 67, Eurasburg mit 66 und Kochel mit 62. In Reichersbeuern sind es gegenwärtig 51, in Bichl 48, in Königsdorf 44, in Bad Heilbrunn 43 und in Greiling 40. Die Isartalgemeinde Icking meldet 31 Infektionen, Benediktbeuern 27, Sachsenkam 24 und die Jachenau 22. Mit 14 zählt Schlehdorf derzeit noch das geringste Infektionsgeschehen.

Die Kreisbehörde schlüsselte am Montag die Sieben-Tage-Inzidenz, die im Kreis insgesamt bei 715,2 lag, auch wieder nach Altersgruppen auf. Mit einem Wert von 339,49 ist die Ansteckung pro 100 000 Einwohner in einer Woche bei der Altersgruppe von 65 bis 74 am geringsten, am höchsten liegt sie bei den zehn bis 19-Jährigen mit 1147,66. Die Gruppe der Kinder von null bis neun Jahren hat aktuell eine Inzidenz von 771,73, bei den 20- bis 29-Jährigen liegt sie bei 917,56 und bei den 30- bis 39-Jährigen bei 947,96. Hoch liegt der Wert auch bei den 40- bis 49-Jährigen, nämlich bei 904,42, bei den Älteren sinkt die Inzidenz wieder: Bei der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen beziffert ihn die Kreisbehörde derzeit auf 633,47, bei den 60- bis 64-Jährigen auf 634,41 und bei allen über 75 Jahren liegt sie bei 558,02.

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