Bad Tölz-Wolfratshausen:"Corona-Spaziergänge sind inakzeptabel"

Lesezeit: 1 min

Die Kreis-FDP bezieht bei ihrem Neujahrsempfang Stellung.

Von Claudia Koestler

Ein klares Bekenntnis gegen die sogenannten Spaziergänge von Gegnern und Kritikern der Corona-Maßnahmen hat am Sonntag der Wolfratshauser FDP-Stadtrat Patrick Lechner abgegeben. Dass die Teilnehmer solcher Aktionen sich von politischen Extremisten unterlaufen ließen, keine klaren Botschaften hätten, dabei aber die Gesundheit von Mitmenschen und Polizisten gefährdeten, "ist inakzeptabel", sagte er beim Neujahrsempfang des FDP-Kreisverbandes. "Sehr stolz" habe es hingegen gemacht, dass mehrere seiner Parteikollegen bei der parteiübergreifenden Initiative "Menschenkette der Solidarität: WOR tolerant" teilgenommen hätten.

Ihren Neujahrsempfang hielten die Freien Demokraten im Arzbacher Kramerwirt ab, übertrugen die Veranstaltung zugleich aber auch online. Dass dies nicht immer störungs- und ruckelfrei funktionierte, unterstrich einen Punkt, den sich Lechner als Aufgabe ins Heft geschrieben hat: "Die Digitalisierung gewinnt immer mehr an Bedeutung." Ebenso die Transparenz, weshalb er in seiner Funktion als Wolfratshauser Stadtrat den Antrag auf künftige Live-Übertragung der Gremiumssitzungen gestellt habe. Für einen solchen Livestream der Stadtratssitzungen soll es eine sechsmonatigen Probephase geben - die allerdings erst dann starte, wenn das Gremium wieder im Rathaus-Sitzungssaal tage und nicht in der Loisachhalle. Dort finden gegenwärtig die Stadtratssitzungen aufgrund der pandemischen Lage statt.

In Wolfratshausen herrsche vor allem das Thema Finanzen vor, die in der Loisachstadt aus seiner Sicht aus zwei Gründen klamm seien: die Auswirkungen von Corona, aber auch wegen Entscheidungen der Vergangenheit. Investiert werden müsse in die Wiederbelebung der Altstadt, der Umbau der Hammerschmiedschule, das Parkkonzept und die Förderung der Klinik. Was hingegen den Ausbau der S 7 angehe, müsse man die Kosten im Auge behalten und "gegebenenfalls Alternativen eruieren".

Der Kreisrat und Geretsrieder Stadtrat Edmund Häner forderte ebenfalls mehr Transparenz in seinen Gremien, "da werde ich dahinter sein". Im Kreis liege der Fokus aktuell auf den Finanzen und der Frage, was neben den Pflichtaufgaben noch an Soll-Aufgaben möglich ist, etwa beim Ausbau des ÖPNV. Seine kurze Rede nutzte er aber auch dazu, seine Parteikollegen bereits auf die nächsten Wahlen einzustimmen: "Es gibt noch jede Menge Potenzial für uns", war er sich angesichts der bisherigen Ergebnisse sicher.

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