Wer regelmäßig über die Bundesstraße 472 in Bad Tölz fährt, konnte den Neubau den Winter über langsam in die Höhe wachsen sehen: Die Arbeiten an der Wärmeenergiezentrale, die neben dem Feuerwehrhaus an der Lenggrieser Straße entsteht, verlaufen planmäßig. Dies teilen die Stadtwerke Bad Tölz mit. Vor Kurzem sei das zweite Obergeschoss fertiggestellt worden, sagt Pressesprecherin Martina Geisberger. Ebenso der gesamte Unterbau für die Hackschnitzelförderanlagen.
„Ein großer Moment für alle Planer und Baufirmen war die Anlieferung der vier großen Pufferspeicher, die mit einem Autokran eingehoben wurden“, berichtet die Sprecherin. Diese jeweils 150 Kubikmeter großen Behälter für Warmwasser dienten „der zeitlichen Entkopplung der Wärmeerzeugung durch Wärmetauscher, PV-Strom und Hackschnitzel mit der Nutzung der benötigen Fernwärme für die Tölzer Haushalte“. Anders ausgedrückt: Die Energie, die mittags zum Beispiel durch die Sonne im Überfluss entsteht, könne dann abends und nachts „passgenau abgerufen“ werden.
Anfang Mai soll der technische Ausbau der Energiezentrale beginnen
Der Autokran kommt nochmals zum Einsatz, wenn die großen Komponenten der beiden Holzkessel, des Hackschnitzelfördersystems und der Rauchgasreinigung eingebaut werden. Danach beginnen die Arbeiten am Dach des Gebäudes. Anfang Mai sei dann der technische Ausbau geplant, teilt Geisreiter mit.
Die Stadtwerke hätten sich zum Ziel gesetzt, Ende September die Gaskessel in Betrieb zu nehmen - und danach sukzessive Holzkessel, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke und Power-to-Heat hinzuzuschalten. Im Herbst sollen die ersten Kunden mit Fernwärme aus der neuen Energiezentrale beliefert werden.

