KalvarienbergFestgottesdienst für die sanierte Stiegenkirche in Bad Tölz

Die Treppe in der renovierten Tölzer Stiegenkirche ist der Heiligen Treppe bei der Lateranbasilika in Rom nachempfunden.
Die Treppe in der renovierten Tölzer Stiegenkirche ist der Heiligen Treppe bei der Lateranbasilika in Rom nachempfunden. Manfred Neubauer

Die Sanierung des Innenraums, der Stiege und einer Sammlung von etwa 100 Objekten hat rund 2,5 Millionen Euro gekostet. Zum Abschluss der Arbeiten hält Kardinal Reinhard Marx ein Pontifikalamt.

Von Klaus Schieder, Bad Tölz

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Drei Jahre lang wurde die Stiegenkirche auf dem Kalvarienberg in Bad Tölz mit großem Aufwand renoviert. Rund 2,5 Millionen Euro flossen in die Sanierung des Innenraums und der Stiege, überdies wurden etwa 100 Objekte restauriert. Dazu zählen Figuren, Gemälde, Krippen-Kästen, Votive oder auch sogenannte Eingerichten, also Miniaturszenen aus dem Inneren von Schreinen. Der Abschluss der Arbeiten wird mit einem Festgottesdienst am Sonntag, 22. Februar, von 10 Uhr an gefeiert. Das Pontifikalamt zelebriert Kardinal Reinhard Marx. Von 15 bis 16 Uhr wird eine Kirchenführung angeboten.

Das Gotteshaus auf dem Kalvarienberg ist eine Doppelkirche: Heilig Kreuz und Heilige Stiege. Sie ist ein Teil des Ensembles auf dem Kalvarienberg mit Ölberg, Kreuzweg, szenischer Kreuzannagelungskapelle und Leonhardikapelle. Das Dach, die Statik und die Fassade der Stiegenkirche wurde bereits zwischen 2003 und 2005 erneuert, 2023 folgten die Arbeiten im Innenraum, die von zahlreichen, teils ortsansässigen Handwerksbetrieben ausgeführt wurden.

Die Stiege selbst ist eine Nachbildung der Heiligen Treppe bei der Lateranbasilika in Rom. Friedrich Nockher (1669-1754) ließ sie anfertigen. Er stammt aus derselben Handels- und Patrizierfamilie aus Matrei in Tirol, nach der auch der Münchner Nockherberg benannt ist. Die Sammlung von Objekten auf dem Kalvarienberg geht größtenteils auf die Stiftung Friedrich Nockhers zurück.

Die Kosten von rund 2,5 Millionen Euro übernehmen anteilig das Erzbischöfliche Ordinariat München und die Kirchenstiftung Heilig Kreuz. Außerdem hat die Kirchenstiftung aus eigenen Mitteln mit einem Zuschuss der Erzdiözese im östlichen Teil der Kirche einen neuen Kerzenandachtsraum einrichten lassen.

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