Fünf Vorschläge lagen dem städtischen Bauausschuss auf dem Tisch, um eine Ost-West-Verbindung für Radfahrer im Tölzer Stadtzentrum zu schaffen, alle fünf wurden von dem Gremium mehrheitlich abgelehnt. Franz Mayer-Schwendner (Grüne) und Ludwig Janker (CSU) wollen sich damit nicht so einfach abfinden. Beide stellten im Stadtrat den Antrag, die Rathausverwaltung möge sich nun überlegen, welche Varianten sonst möglich sind. Wie Bürgermeister Josef Janker (CSU) ankündigte, werde man bis zur Januar-Sitzung nach solchen Alternativen suchen.
Freie Fahrt für Radler durch die Fußgängerzone zu den Lieferzeiten, eine eigene Spur, wahlweise eine Ampel in der Nockhergasse, eine Verbindung durch den Schulgraben mitsamt neuem Aufzug, gekennzeichnete Radwege in der oberen Marktstraße und die Öffnung der Peter-Freisl-Straße: All diese Ideen aus dem Verkehrsentwicklungsplan, den Tölzer Bürger mit dem Münchner Büro "Transver" erarbeitet hatten, fanden im Bauausschuss keine Mehrheit, nachdem Bauamtsleiter Christian Fürstberger seine Bedenken geäußert hatte. Zu teuer, zu schwierig, zu uneffektiv, befand er zu den Vorschlägen. Über die möchte er nicht mehr diskutieren. "Die fünf Varianten wurden untersucht, darüber wurde abgestimmt", sagte er im Stadtrat. Eine abermalige Debatte sei nur möglich, wenn ein neuer Sachverhalt eintrete.