Die SPD in Bad Tölz schickt Michael Ernst ins Rennen um das Bürgermeisteramt. In der Nominierungsversammlung am Donnerstag im Gasthaus Binderbräu stimmten 16 von 18 Wahlberechtigten für den 45-jährigen Kandidaten, zwei votierten mit Nein. Sein Wahlprogramm hat Ernst unter die Überschrift „Lebenswertes Tölz – für alle!“ gestellt. Dies sei ein Versprechen und auch eine Haltung, sagte er.
Der SPD-Bewerber nannte einige Projekte, die er umsetzen möchte. Im Kurviertel stellt er sich eine Orangerie mit Gastronomie und einen botanischen Garten vor. Über ein Tölzer Modell soll kommunaler Wohnungsbau „mit fairen Mieten, genossenschaftlicher Beteiligung und nachhaltiger Bauweise“ forciert werden. Vorbild sei die österreichische Hauptstadt Wien, sagte er.
Außerdem finden sich in seinem Programm ein Turbo-Kreisverkehr am Moralt-Verteiler und ein zweiter Isarsteg. Auch will Ernst das seit Jahren sanierungsbedürftige Bahnhofsgebäude kaufen. „Wir wollen einen einladenden, modernen Bahnhof, einen Platz, der bindet und nicht trennt“, sagte er.
2020 war Ernst schon einmal bei der Bürgermeisterwahl angetreten. Damals erhielt er 6,1 Prozent der Stimmen.

