Bad Tölz Reiter verletzt, Pferd tot

Ein Unfall und weitere Vorfälle überschatten Tölzer Leonhardifahrt

Bei dem Reiter, der während der Tölzer Leonhardifahrt am Dienstag vom Pferd stürzte und sich dabei erhebliche Verletzungen zuzog, handelt es sich um einen 34 Jahre alten Lenggrieser. Der Unfall ereignete sich gegen 12.15 Uhr in der oberen Marktstraße zwischen Winzerer-Denkmal und Khanturm. Der Polizei zufolge waren Mann und Tier dort "mit hohem Tempo" unterwegs.

Auf dem glatten Kopfsteinpflaster rutschten dem Pferd beide Vorderläufe weg, weshalb es stürzte - und mit ihm sein Reiter. Der 34-Jährige erlitt eine Platzwunde am Kopf und einen Schlüsselbeinbruch. Der Rettungsdienst mit Notarzt und Sanitätern war sofort zur Stelle und versorgte den Lenggrieser, der danach in die Asklepios-Stadtklinik gebracht wurde. Sein Ross, das unversehrt geblieben war, konnte rasch eingefangen werden. Die Zuschauer waren durch den Unfall nicht gefährdet, wie die Polizei mitteilt. Die Leonhardifahrt musste für etwa eine halbe Stunde unterbrochen werden.

Das war der schwerste, aber nicht der einzige Vorfall bei der 163. Traditionswallfahrt in Bad Tölz. Zum Ende der Prozession zeigte ein Pferd, das in einem Gespann lief, in der Nockhergasse plötzlich Anzeichen von Schwäche. Und ehe ihm geholfen werden konnte, fiel es tot um. Mitarbeiter der Stadt mussten das verendete Tier mit schwerem Gerät bergen. Nach Angaben der Polizei gab es auch sonst ein paar kleinere Unterbrechungen. Der Grund dafür war, dass einige Besucher gesundheitliche Schwierigkeiten bei den für November ungewöhnlich warmen Temperaturen bekamen. Die Rettungskräfte des Roten Kreuzes wurden zu mehr als 20 Zuschauern gerufen, die Kreislaufprobleme hatten.

Nachdem die Leonhardifahrt zuletzt meist im Regen stattfand, wölbte sich heuer ein weißblauer Himmel über Tölz. Mit der Folge, dass die Zahl der Zuschauer, die morgens noch eher spärlich gewesen war, bis zum Mittag erheblich zunahm. Die Polizei schätzt sie auf knapp 18 000.