Aus dem Polizeibericht:Schlag gegen Raserszene

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Zwei junge Männer aus Greiling müssen sich wegen illegaler Autorennen zwischen Bad Tölz und Sachsenkam verantworten. Hinzu kommen weitere Vergehen. (Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Zwei junge Männer aus Greiling haben ihre Fahrzeuge teils auf bis zu 310 Stundenkilometer beschleunigt. Nicht das einzige Vergehen, für das sie sich nun verantworten müssen.

Nachdem sie nachweislich mehrere illegale Autorennen veranstaltet und sich dabei teilweise gefilmt haben, müssen sich zwei junge Männer aus Greiling nun verantworten. Einer der beiden ist zudem ohne Führerschein unterwegs gewesen und hat gegen das Waffengesetz verstoßen, bei dem zweiten fand die Polizei Betäubungsmittel.

Laut den Beamten wurden die Ermittlungen nach einem anonymen Hinweis aufgenommen. Ein 20-jährige Greilinger beschleunigte demnach auf der B 13 zwischen Sachsenkam und Bad Tölz ein Auto bei erlaubten 100 Stundenkilometern auf nachweislich 240 Stundenkilometer, zu einem anderen Zeitpunkt im Bereich Lenggries ein anderes Fahrzeug auf 247 Stundenkilometer. Wegen anderer Vergehen hatte er jedoch keinen Führerschein mehr, und als Beamte ihn kontrollierten, fanden sie zudem noch eine Gaspistole, einen Waffenschein hierzu besaß er nicht. Die Staatsanwaltschaft ordnete daraufhin die Durchsuchung der Wohnung und die Sicherstellung des Autos an. Diverse Mobiltelefone und weitere Gegenstände, die im Zusammenhang mit den Kraftfahrzeugrennen standen, wurden sichergestellt.

Bislang sind zwölf illegale Rennen nachgewiesen

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden dem 20-Jährigen bislang zwölf verbotene Kraftfahrzeugrennen nachgewiesen. Die Ermittlungen führten die Beamten schließlich auch noch zu einem 23-jährigen Greilinger, der mit seinem Auto auf der B13 auf 310 Stundenkilometer beschleunigt haben soll. Der erwähnte 20-Jährige saß zu diesem Zeitpunkt auf der Rücksitzbank und filmte die Fahrt. Auch hier ordnete die Staatsanwaltschaft München II die Sicherstellung des Fahrzeugs, des Führerscheins und aller Speichermedien an. Bei der Wohnungsdurchsuchung fanden die Beamten zudem noch eine nicht unerhebliche Menge von Betäubungsmitteln.

"Es kann eher dem Glück und dem besonnenen Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer zugeschrieben werden, dass es zu keinem Verkehrsunfall kam", schreiben die Beamten in ihrem Bericht.

Die Ermittlungen werden in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft München II geführt und dauern an. Die beiden Männer müssen mit einem längeren Entzug der Fahrerlaubnis und einem umfangreichen Strafverfahren rechnen. Die Fahrzeuge bleiben bis zur endgültigen gerichtlichen Entscheidung in amtlichem Gewahrsam.

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