Der Bürgergarten am Fuße des Tölzer Rathauses hat sich zu einem Treffpunkt für Musikfreunde gemausert. 2025 fand dort zum ersten Mal die Veranstaltung „Vier Tage – vier Bands“ statt – mit großem Erfolg. Der soll sich im kommenden Jahr erneut einstellen, was allerdings mit Kosten verbunden ist. Der Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsausschuss des Stadtrats bewilligte das Budget für 2027. Rund 52 000 Euro stehen den Organisatoren für die Veranstaltung zur Verfügung.
Mehr als 1000 Veranstaltungen, vor allem Open-Air-Events, gebe es im Stadtgebiet, sagte der Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner (CSU). 2025 sei „Vier Tage – vier Bands“ eines der Highlights gewesen. In diesem Jahr beschritt Bad Tölz neue Pfade und veranstaltete den Nachwuchs-Wettbewerb „Sound.Fest.Tölz.“ Die beiden Festivals sollen künftig im Wechsel stattfinden.
„Vier Tage – vier Bands“ soll, so die Planung, vom 27. bis 30. Mai 2027 im Bürgergarten stattfinden. Die Musik-Acts müssen schon jetzt angefragt werden, um ein „hochwertiges und vor allem passendes Line-Up“ anbieten zu können, betonte Heike Gaßner, im Tölzer Rathaus zuständig für Veranstaltungen. Als Grundlage für die Kalkulation hat sie die Kosten für die Konzerttage im vergangenen Jahr herangezogen und Preisanpassungen vorgenommen.
So etwa bei den Kosten für Bühne und Technik. 2025 waren dafür Ausgaben von 20 300 Euro fällig geworden. Daher rechnet Gaßner nun vorsichtshalber mit Kosten in Höhe von 22 000 Euro für diesen Posten. Unwägbarkeiten gebe es zudem bei den Honoraren, erklärte sie. Auch für diese sind 22 000 Euro eingeplant. Deutlich teurer als bisher werden die Ausgaben für die Stadt beim Sicherheitsdienst. Statt circa 9900 Euro wie im Jahr 2025 sind nun insgesamt 12 000 Euro dafür vorgesehen. Mehr Geld nehmen die Organisatoren auch in die Hand, um die Veranstaltung zu bewerben. Der Ansatz in Höhe von lediglich 600 Euro sei nicht realistisch gewesen, so Gaßner. Tatsächlich musste Bad Tölz im vergangenen Jahr 4700 Euro ausgeben, um das neue Festival öffentlich bekannt zu machen. Daher sind für kommendes Jahr 5000 Euro eingeplant, weil, so die Aussage, Werbung kostspielig, aber notwendig sei.
2027 soll es nur noch Einzeltickets für die jeweiligen Konzertabende geben
Sparen kann die Stadt indes bei der Verlegung der Stromkabel. Der Haustechniker, erklärte Gaßner, habe eine entsprechende Fortbildung absolviert und könne diese Arbeiten übernehmen.
Insgesamt kostete das Musik-Event „Vier Tage – vier Bands“ im vergangenen Jahr knapp 60 000 Euro. Die Einnahmen betrugen etwa 13 000 Euro. Für 2027 sind Kosten von 66 450 Euro eingeplant. Da mehr Besucher erwartet werden, rechnet man im Rathaus mit höheren Einnahmen von circa 15 000 Euro.
Diskutiert wurde noch über das Festivalticket. Gaßner schlug vor, dieses nicht mehr anzubieten. Denn die Erfahrung habe gezeigt, dass Besucher, die den Eintritt für das komplette Event erworben hatten, längst nicht alle vier Tage auf den Konzerten waren. Dies habe zur Folge gehabt, dass andere Gäste nicht eingelassen wurden, obschon es noch freie Plätze gegeben habe, sagte Gaßner. Der Ausschuss folgte ihrem Vorschlag. Es soll Einzeltickets für jeden Tag zum Preis von je fünf Euro geben.

