Entwicklung und ZusammenarbeitFairtrade-Treffen in Bad Tölz

Netzwerktreffen der Steuerungsgruppen aus der Region Oberbayern Süd in Bad Tölz: Gastgeber war die Steuerungsgruppe Bad Tölz unter der Leitung von Barbara Rösch-Rupp (3. von rechts). Bürgermeister Ingo Mehner (5. von rechts) sprach ein Grußwort.
Netzwerktreffen der Steuerungsgruppen aus der Region Oberbayern Süd in Bad Tölz: Gastgeber war die Steuerungsgruppe Bad Tölz unter der Leitung von Barbara Rösch-Rupp (3. von rechts). Bürgermeister Ingo Mehner (5. von rechts) sprach ein Grußwort. (Foto: Stadt Bad Tölz/OH)

Vertreter der regionalen Steuerungsgruppen für gerechten Welthandel tauschen sich in der Kurstadt aus.

In Bad Tölz hat die örtliche Fairtrade Steuerungsgruppe gemeinsam mit der Stadt Bad Tölz und Martha Lacker, Eine-Welt-Promotorin Oberbayern Süd, kürzlich zu einem Netzwerktreffen zum fachlichen Austausch über die Eine-Welt-Arbeit eingeladen. Mit dabei waren einer Pressemeldung der Stadt Bad Tölz zufolge die Steuerungsgruppen Seeshaupt, Gauting, Starnberg und Dachau.

Jeanette Huber, Bildungsreferentin für "Bildung trifft Entwicklung" und seit vielen Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit tätig, kritisierte in ihrem Vortrag das derzeit in der EU verhandelte Lieferkettengesetz. Hier würden Verantwortlichkeiten von Regierungen auf Unternehmen verschoben, der eigentlich gute Gedanke habe Auswirkungen, die so ursprünglich nicht gedacht waren. Carina Bischke, Referentin für Fairtrade Deutschland, sprach über den Stand der Kampagne "Fairtrade Towns": Inzwischen gibt es 827 zertifizierte Städte in Deutschland, über die Hälfte der Deutschen lebt folglich in einer Stadt, die mit dem Fair-Trade-Zertifikat ausgezeichnet ist. Bischke stellte Fairtrade in Zusammenhang zur Klimagerechtigkeit, das Jahresthema von Fairtrade Deutschland. Im jährlichen Fairtrade International Monitoring Report mit detaillierten Zahlen und Entwicklungen ist ihr zufolge deutlich abzuleiten, dass faire Bedingungen eine Verbesserung der Lebensumstände für die Kleinbauern und Produzenten erreichen könne bei Absätzen von 40 Prozent über einen mittelfristigen Zeitraum von fünf Jahren. Abschließend berichtete Christiane Lüst vom Umweltzentrum Öko & Fair in Gauting von den Zielsetzungen der Fairtrade Metropolregion München, deren Mitglied die Stadt Bad Tölz ist.

"Es war eine gelungene Veranstaltung mit interessanten Vorträgen und lebendigem Austausch", so das Fazit von Barbara Rösch-Rupp und Stadtrat Richard Hoch zusammen mit der Tölzer Fairtrade Steuerungsgruppe.

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