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Ausflugstipp::Klostergründung zur Sühne

Bayern-Herzog siedelte Zisterzienser in Bruck an

Vor drei Jahren wurde in Fürstenfeldbruck das 750-jährige Bestehen des Klosters Fürstenfeld gefeiert. Mit der Stiftung des Gotteshauses, das 1263 von Zisterziensern gegründet wurde, sollte Herzog Ludwig II. für die ungerechtfertigte Hinrichtung seiner ersten Frau sühnen. Die Tat verlieh dem Wittelsbacher Fürsten den Beinamen "der Strenge". Eine Gedenkstatue am Übergang zum Chorraum ist ihm gewidmet. Wo genau im Kloster er begraben liegt, ist allerdings nicht bekannt. Bei individuell buchbaren Klosterführungen gibt es noch mehr Fakten zur Geschichte des Baus (www.kloster-fuerstenfeld.de).

So, wie man das Kloster heute besichtigen kann, steht es seit dem 18. Jahrhundert: Alle durch den Dreißigjährigen Krieg zerstörten Elemente wurden durch prachtvolle Barock-Architektur ersetzt. Die opulente Innenausstattung kann man bei den regelmäßig stattfindenden Gottesdiensten bewundern. Noch beeindruckender ist das mit musikalischer Untermalung, beispielsweise bei einem Konzert an der Fux-Orgel von 1736, die eine der größten aus dieser Zeit in Bayern ist (www.fuerstenfelder-orgelkonzerte.de).

Nicht weit entfernt vom Klosterareal führen Fahrradwege mitunter direkt an der Amper entlang. Wer mag, kommt so bis zum Ammersee. Der Amper-Lech-Weg führt nach Landsberg am Lech, der Amper-Paar-Weg über eine ländliche Route nach Aichach.

Sportlich aktiv sein geht auch mitten in Fürstenfeldbruck: Noch bis November kann man sich durch die Kletterinsel Fürstenfeld hangeln (www.kletterinsel.de). Der Hochseilgarten auf einer Amperhalbinsel bietet verschiedene Schwierigkeitsgrade an. Wer nicht unbedingt ganz rauf will, kann sich das Treiben in der Höhe von unten bei einem Kaffee ansehen. Der Aufstieg lohnt sich allerdings: Denn von dort oben hat man einen besonderen Blick auf die Klosteranlage.