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Aus dem Polizeibericht:Polizei enttarnt den Flossenschwimmer

Seit Wochen verunsichert ein Schwimmer mit Flossen an Füßen und Händen auf dem Starnberger See die Kapitäne von Ausflugsdampfern. Er schwimmt direkt an die Schiffe heran und zwingt sie so zum Ausweichen. Jetzt hat die Wasserschutzpolizei den Mann nach mehreren Hinweisen enttarnt. Es handelt sich um einen 69-jährigen Münchner, den die Ermittler am Dienstag zu Hause aufsuchten. Der Verdächtige räumte die Vorwürfe der Polizei zufolge auch ein. Er versprach den Beamten, diese gefährlichen Aktionen künftig zu unterlassen - er wolle aber weiterhin mit seinen vier Flossen schwimmen.

Der Rentner ging jedesmal am Ufer zwischen Ammerland und Ambach in den See und schwamm knapp einen Kilometer hinaus, um gezielt die "MS Starnberg" oder die "MS Seeshaupt" abzupassen und schnell mit seiner Flossenkraft auf die Schiffe zuzusteuern. Dabei berührte der Schwimmer sogar schon den Rumpf der Schiffe. Diese Aktionen seien "lebensgefährlich und nicht zur Nachahmung zu empfehlen", betont Starnbergs Polizeichef Bernd Matuschek. Als Motiv gab der Flossenschwimmer an, dass er vor mehr als 25 Jahren auf dem Starnberger See von einem Rettungsboot angefahren worden sei. Der Mann habe bei der Vernehmung aber nicht traumatisiert oder psychisch gestört gewirkt, sagte Matuschek. Kapitäne hätten ihm nun berichtet, dass der bisher Unbekannte schon seit vielen Jahren an die Dampfer herangeschwommen sei. Der Münchner wurde wegen Verstoßes gegen die Schifffahrtsordnung angezeigt.