Aus dem Polizeibericht Frau erstattet Anzeige gegen Schlüsseldienst

Anstatt zu zahlen hat sie Strafanzeige bei der Polizei erstattet: Eine 57 Jahre alte Wolfrathauserin bekam am Dienstagabend von einem Schlüsseldienst nach getaner Arbeit eine Rechnung über 550 Euro präsentiert. Wie die Polizei Wolfratshausen berichtet, hatte die Frau den Schlüsseldienst gerufen, nachdem sie sich aus ihrer Wohnung ausgesperrt hatte. Am Telefon erfuhr sie, dass sie mit Pauschalkosten von 200 Euro, Fahrtkosten von 20 Euro und geringen Arbeitskosten zu rechnen habe. Vor dem Haus erschien dann ein schlanker, etwa 30 Jahre alter Handwerker, der Hochdeutsch sprach. Der Polizei zufolge stellte er sich nicht allzu geschickt an. Die Haustür öffnete er, indem er das Schloss aufbrach, worauf er jedoch kein neues einbauen konnte. Dafür fiel die Rechnung deutlich höher aus, als die Wolfratshauserin nach dem Telefongespräch erwartet hatte. Die Frau erstattete am selben Abend noch Anzeige wegen Wucher. Ob dieser Vorwurf zutrifft, muss nun die Staatsanwaltschaft München II prüfen. Die 57-Jährige sei vom Schlüsseldienst bei der Bezahlung nicht unter Druck gesetzt worden, teilt die Polizei mit.