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Asylunterkunft und Schule betroffen:Weitere Corona-Fälle in Geretsried

Inzwischen haben sich 21 Personen aus dem Umfeld der Asylbewerberunterkunft mit dem Coronavirus infiziert. Darunter ist ein weiteres Kind, das die Isardamm-Grundschule in Geretsried besucht.

Von Alexandra Vecchiato

Im Zusammenhang mit den Coronafällen in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in der Stadt Geretsried wurde bei zwei weiteren Personen Covid-19 nachgewiesen. Dies teilt das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen mit. Damit hätten sich 21 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Darunter ist ein weiteres Kind, das die Isardamm-Grundschule in Geretsried besucht. Nun stehen die Kinder aus drei Schulklassen unter Quarantäne.

Bei beiden Personen handelt es sich um Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft. Da sie Familienangehörige von positiv Getesteten sind, waren sie zum Zeitpunkt des Laborbefundes schon in der Funkkaserne in München untergebracht - also dort, wo auch die anderen infizierten Personen in Quarantäne sind. Das Kind habe "im infektiösen Zeitraum" den Unterricht in der dritten Jahrgangsstufe an der Isardammschule besucht, berichtet das Landratsamt. Die Klasse sei im Zuge der Präventions- und Hygienemaßnahmen in zwei Gruppen aufgeteilt worden. Die Gruppe des Kindes stehe unter 14-tägiger Quarantäne. Bislang waren 26 Kinder an der Schule betroffen. Nun sind es weitere zwölf, die ebenfalls unter Quarantäne gestellt und am Dienstag zum Test gebeten wurden.

"Die Gefahr ist nicht vorbei", kommentierte Landrat Josef Niedermaier (FW) am Montag den Vorfall im Kreis-Sozialausschuss. Die "Legerheit" der Bürger wachse und damit möglicherweise die fatalen Konsequenzen einer weiteren Corona-Welle. "Wir sind auf verdammt dünnem Eis", betonte Niedermaier.

© SZ vom 08.07.2020 / veca

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