34 Covid-Patienten:Aufwachraum als Intensivstation

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Das Haupthaus der Stadtklinik in Bad Tölz.

(Foto: Asklepios-Stadtklinik/OH)

Die Asklepios-Stadtklinik in Bad Tölz schafft zusätzliche Kapazitäten.

Von Claudia Koestler

Die ganze Dramatik der vierten Corona-Welle zeigt sich in einer Meldung der Asklepios-Stadtklinik Bad Tölz: Dort wurde inzwischen ein Aufwachraum für Operierte in eine Interims-Intensivstation umfunktioniert, um zusätzliche Kapazitäten für die Behandlung schwer erkrankter Covid-19-Patienten zu schaffen. Planbare Operationen und nicht dringende Behandlungen werden in der Klinik bereits seit 11. November verschoben, von den eigentlich sechs OP-Sälen im Haus sind aktuell nur noch zwei in Betrieb. Die Tölzer Intensivstation hält regulär zehn Betten vor.

Mit der Umfunktionierung des Aufwachraumes hat die Stadtklinik nun insgesamt 17 Intensivbetten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von anderen Stationen abgezogen, um in der Notaufnahme, der Covid-Station oder der Intensivstation zu helfen. Mit Stand Donnerstag müssen in der Asklepios-Klinik 34 Corona-Patienten, davon neun auf Intensivstation, versorgt werden.

"So hoch wie derzeit war die Belastung noch nie", sagt dazu Christopher Horn, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zur Verdeutlichung: Die 34 Corona-Patienten belegen mehr als zehn Prozent aller Krankenbetten in Bad Tölz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tölzer Asklepios-Klinik Bad Tölz mobilisierten alles, was gehe, um an Covid erkrankte Patienten zu versorgen, so Horn. "Die physische und emotionale Belastung insbesondere für die Teams auf der Intensivstation, der Notaufnahme oder der Covid-Station, ist enorm und geht nicht selten an die Belastungsgrenzen. Das Engagement und die Motivation, mit der die Teams sich dieser Herausforderung stellen, ist bewundernswert", sagt Geschäftsführer Felix Rauschek.

Besonders frustrierend für die gesamte Belegschaft ist nach Angaben des Geschäftsführers die Tatsache, dass die überwiegende Zahl der insgesamt 104 Corona-Patienten, die bislang auf der Tölzer Intensivstation versorgt werden mussten, ungeimpft oder nicht vollständig geimpft war.

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