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Architektonische Veränderungen:Anders wohnen in Münsing

Das Loriot-Denkmal steht seit Juli auf dem Dorfplatz.

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Bauplanungen beschäftigen 2017 Bürger wie Gemeinderat

Die Debatten in der Kommune werden 2017 von architektonischen Veränderungen geprägt. Auf dem Milchhäusl-Grundstück will die Gemeinde Sozialwohnungen errichten - Baubeginn soll im Frühjahr 2018 sein. Noch immer beschäftigt den Ort der geplante Neubau für ein Seniorenwohnstift in Ambach. Ende Juli wird der Loriot-Brunnen auf dem Dorfplatz offiziell eingeweiht.

Im Mai genehmigt das Tölzer Landratsamt den Bau von zwölf Sozialwohnungen an der Münsinger Hauptstraße samt Tiefgaragenzufahrt von der Bachstraße. Ein Vorschlag der Nachbarn, das Haus tiefer in den Hang zu graben und so den Schattenwurf zu minimieren, scheiterte. Weil die Kosten weitaus größer wären, entscheidet sich der Gemeinderat gegen einen reinen Holzbau- und stattdessen für die Massivbauweise. Nach wie vor fühlen sich die Nachbarn durch den Laubengang zur Erschließung der Wohnungen an der Nordseite gestört. Sie fürchten, beobachtet werden zu können. Doch den Laubengang zum Sichtschutz einzuhausen,lehnt der Gemeinderat ab. Das Argument: Aus Brandschutzgründen sei eine Einhausung nur zu 30 Prozent möglich und darum wenig sinnvoll.

Mit den Plänen für bis zu 80 Wohnungen für Senioren in Ambach stößt das "Kuratorium Wohnen im Alter" (KWA) weiter auf Kritik. Anwohner halten die geplante Anlage auf dem früheren Wiedemann-Sanatoriumsgelände nach wie vor für zu groß. Doch jetzt sollen erst einmal Architekturbüros, darunter das des Stardesigners Matteo Thun, Bebauungsentwürfe vorlegen. Sollte das Projekt scheitern, hält sich das KWA noch eine Alternative offen. Das Unternehmen greift auf das Baurecht eines früheren Investors zurück. So könnte auch ein Gesundheitszentrum mit Schlaganfall-Therapie entstehen.

Mit den "Herren im Bad" erinnert die Kommune an ihren 2011 verstorbenen Ehrenbürger Loriot. Es wird im Beisein seiner Witwe und der beiden Töchter feierlich eröffnet. Für die Münsinger Agenda Kultur bleibt das Denkmal Kitsch.