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Angst vor Elektrosmog:Der Grüne, der Wlan verbieten will

Der Grünen-Stadtrat Hans Schmidt mit seinem Messgerät, das ihm die Strahlung anzeigt.

(Foto: Hartmut Pöstges)
  • Fast jeder Deutsche besitzt ein Handy, Hans Schmidt hat keins. Der Grünen-Stadtrat aus Oberbayern schirmt selbst sein Haus gegen die Strahlen ab.
  • Der Grünen-Stadtrat sagt, ihm werde übel, sobald er sich nur über ein Handy beuge. Er bezeichnet sich als elektrosensibel - wie etwa zwei Prozent aller Deutschen.

Von Pia Ratzesberger, Wolfratshausen

Erst vor sechs Tagen haben Handwerker die Fensterscheiben ausgetauscht, dreifach verglast, beschichtet mit Silberoxid. Hans Schmidt rüstet auf. Jetzt sind nur noch die Holzrahmen ein Problem, "da gehen die Strahlen durch wie durch Butter", sagt der Grünen-Stadtrat und hält die Antenne seines Messgerätes hin zum Garten. Die Dioden leuchten, erst grün, dann rot. In dieser Richtung steht eine der Funkanlagen, die Schmidt so verachtet, eine von neun in Wolfratshausen. Im Zentrum der Kleinstadt gibt es seit kurzem sogar freies Wlan, für eine Kommune, in der sonst nicht viel vorangeht, kommt das einer Zeitenwende gleich. Der Grünen-Politiker Schmidt aber würde kabelloses Internet am liebsten verbieten. Und Mobiltelefone sowieso.

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