Am Wochenende:Stadtrat geht in Klausur

Penzberger Lokalpolitiker befassen sich mit Fragen der Stadtentwicklung

Von Alexandra Vecchiato, Penzberg

Die Zukunft von Penzberg: Um kein geringeres Thema soll es in einer Klausur gehen, zu der sich der Stadtrat Ende dieser Woche in Großhartpenning trifft. Welche Vorhaben und Tagesordnungspunkte dort besprochen werden sollen, ist noch offen. Ein externer Moderator begleitet den Austausch. Die Erwartungen der Fraktionen an dieses Treffen fallen unterschiedlich aus.

Von Freitagnachmittag bis Samstagmittag setzen sich Stadträte, Bürgermeister und Abteilungsleiter zusammen. Bis auf zwei, die verhindert seien, hätten alle ehrenamtlichen Kommunalpolitiker ihr Kommen zugesagt, sagt Bürgermeister Stefan Korpan (CSU). Dies sei sehr erfreulich. Korpan erhofft sich in einigen Punkten "eine Optimierung", etwa was die Sitzungen der Ausschüsse und des Stadtrats angeht. So es oftmals ineffizient und koste auch viel zeit, dass Themen, die in den Fachgremien vorberaten wurden, nochmals ausgiebig im Stadtrat ausgebreitet würden. Auch der Verwaltung im Rathaus soll es ein Anliegen sein, wie die künftige Zusammenarbeit mit den Kommunalpolitikern aussieht. Korpan möchte ferner das sogenannte Blaulichtzentrum thematisieren.

In erster Linie wolle man in der Runde klären, "wer sich was wie vorstellt", sagt Korpan. Dabei geht um die Entwicklung der Stadt und um anstehende Projekte. "Wenn wir etwas realisieren, muss jedem auch klar sein, welche Kosten das nach sich zieht." Daher sollten die Vorhaben priorisiert werden. Die Verwaltung möchte darstellen, welche Pflichtaufgaben anstehen und was dann noch für die Kür, also freiwillige Leistungen, übrig bleibt. "Da geht es um viel Geld", betont der Bürgermeister. Besprochen werden soll zum Beispiel, was mit den städtischen Liegenschaften wie Zörner-Haus, Bahnhof, ehemalige Molkerei, alte Bücherei und früheres Schlachthof-Areal passieren soll.

Vorab konnten die Fraktionen die für sie wichtigsten Themen ans Rathaus mailen. Während die einen über den Haushalt und die angespannten Finanzen in den kommenden Jahren diskutieren möchten, steht für andere das Wachstum Penzbergs im Fokus. Denn einigen Stadträten ist die Bautätigkeit in Penzberg zu rasant. "Wir werden in der Kürze der Zeit nicht alles besprechen, sondern nur anreißen können", so Korpan. Dennoch sei die Klausur wichtig. Ein solches Treffen im engsten Kreis und ohne Öffentlichkeit ist Thema seit der Kommunalwahl 2020. Vor allem die Gruppierung "Penzberg Miteinander" (PM) mahnte die Zusammenkunft immer wieder an. Wegen der Corona-Pandemie ist sie erst jetzt möglich. Zwar bleibe nur wenig Zeit für die Fülle an Themen, welche die Stadträte umtreiben, sagt Fraktionssprecher Markus Bocksberger (PM). "Aber besser als nichts."

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