Zum neunten Mal haben am Montag Gegner der Coronamaßnahmen an einem unangemeldeten Protestmarsch durch Wolfratshausen teilgenommen. Trotz des Schneetreibens waren laut Polizei etwa 690 Personen unterwegs, der Protest blieb friedlich und ohne Zwischenfälle. Auf ihrem Weg durch die Stadt wurden die schweigenden Teilnehmer auch mit Gegenargumenten konfrontiert. Das Bündnis "WOR tolerant", das zweimal eine Menschenkette organisiert hatte, beließ es diesmal angesichts der hohen Inzidenz bei einer kontaktlosen Form des Gegenprotests: Auf das denkmalgeschützte Alte Krankenhaus an der Sauerlacher Straße hatten die Aktivsten eine Art Diashow in Endlosschleife projiziert. Zu sehen waren Fotos von Unterzeichnern der "Wolfratshauser Erklärung", die Solidarität mit vulnerablen Gruppen und Mitarbeitern des Gesundheitswesens fordert, versehen mit Botschaften wie "Impfen statt schimpfen" oder "Gegen Coronaleugner, Verschwörungstheorien, Demokratiegegner und die Neue Rechte". Die Protagonisten der Clips, darunter mehrere Stadtratsmitglieder, der Sänger Willi Sommerwerk und die Vorsitzende des Historischen Vereins Sybille Krafft, konnten so Stellung beziehen, ohne bei dem ungemütlichen, nass-kalten Wetter auf die Straße zu müssen.
Aktion in WolfratshausenVideoclip statt Gegendemo
