Wohnungen Terrakotta-Block am Laimer Kreisel

Gegenüber dem Bürohaus "Laimer Würfel" entsteht an der Landsberger Straße 293 diese Anlage mit 203 Wohnungen. Visualisierung: Steidle Architekten

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An der Landsberger Straße entsteht eine Wohnanlage samt Tiefgarage, Geschäften und Kinderkrippe

Von Alfred Dürr, Laim

Wo heute noch ein Industriegrundstück mit kleinen Gewerbebetrieben ist, soll bald eine Anlage mit 203 Wohnungen, Geschäften und einer Kinderkrippe entstehen. Außerdem ist eine zweigeschossige Tiefgarage mit 222 Stellplätzen vorgesehen. Der Bau folgt dem Verlauf der Straße an der Einmündung der Landsberger Straße in die Fürstenrieder Straße. Im rückwärtigen Bereich ist ein L-förmiger, gestaffelter Baukörper vorgesehen. Die Stadtgestaltungskommission hat jetzt ihre Zustimmung zum architektonischen Erscheinungsbild dieses Großprojekts der Baywobau Immobilien AG an der Kreuzung Laimer Kreisel gegeben.

Haus für Haus verändert die Landsberger Straße, eine der größten Verkehrsachsen der Stadt, ihr bauliches Gesicht. Die meist laute und viel befahrene Ausfallstraße verliert durch die zahlreichen Neubauprojekte aus Vergangenheit und Gegenwart immer mehr ihr lange Zeit ramponiertes Image einer städtebaulich ungeordneten Wohn- und Gewerbemeile. Besonders das Areal um den Laimer Kreisel - an der Kreuzung der Landsberger mit der Fürstenrieder Straße sowie im Umfeld der Laimer Unterführung - hat sich in den zurückliegenden Jahren stark verändert und erhebt mit neuen Büro- und Wohnkomplexen den Anspruch, eine attraktive Adresse geworden zu sein.

Seit rund zehn Jahren setzt an dieser Kreuzung der Bürokomplex Laimer Würfel mit seinem annähernd quadratischen Grundriss ein markantes städtebauliches Zeichen. Die Laimer Unterführung soll durch eine neue sogenannte Umweltverbundröhre ergänzt werden. Durch diesen zweiten Tunnel wird dann auch die Tram-Westtangente geführt werden, die einmal vom Romanplatz zur Aidenbachstraße verläuft. Mit dem S-Bahnhof und der Tram ist der Komplex gut an den öffentlichen Verkehr angebunden.

Das Projekt, das vom Münchner Büro Steidle Architekten entworfen wurde, war bereits Ende vergangenen Jahres Thema in der Stadtgestaltungskommission. Die Architekturexperten, die den Stadtrat in Gestaltungsfragen beraten, begrüßten es damals, dass die Ecke Landsberger und Fürstenrieder Straße "mit einer städtebaulichen Figur" gefasst und der Ort "damit einheitlich geprägt" würde. Allerdings hatten die Fachleute vor allem Bedenken wegen der Gestaltung der geplanten Fassaden. Alles in allem wirke das Erscheinungsbild zu unruhig, hieß es im Dezember.

Mit der geforderten Überarbeitung des Entwurfs, die jetzt der Kommission vorgelegt wurde, stellte Architekt Martin Klein insgesamt ruhigere und einheitlichere Fassaden vor. Unter anderem soll der Baukörper eine durchgehende Farbgebung in einem "warmen Terrakotta-Ton" erhalten. Dazu kommen als weitere Veränderungen ein einheitliches Fensterformat, eine großzügigere Entwicklung der Erdgeschosszone und eine Betonung der Eingangsbereiche zu den Wohnungen. Die Erhöhung um ein Geschoss soll zur "Stärkung" des bogenförmigen Baukörpers beitragen.