Immobilien Hochhäuser

München hat noch Luft nach oben. Die Daten der Stadt zeigen, wie hoch bisher in der Stadt gebaut worden ist. Das Ergebnis: In die Höhe bauen ist nicht gerade beliebt, und Trabantenstädte wie Neuperlach fallen in der Statistik kaum ins Gewicht. Den höchsten Anteil an einigermaßen hohen Häusern hat die Maxvorstadt, 14,5 Prozent ihrer 2535 Wohngebäude haben sieben oder mehr Geschosse; gefolgt von Schwabing-West (12,7) und Altstadt-Lehel (12,4). In Allach-Untermenzing gibt es dagegen nur sehr wenige Häuser, die mehr als sechs Stockwerke haben. Dafür sind dort (wie auch in Trudering-Riem und Aubing-Lochhausen-Langwied) drei von vier Gebäuden Ein- oder Zweifamilienhäuser. Auf der Schwanthalerhöhe sind es nur knapp drei Prozent; im Bezirk Altstadt-Lehel fällt jedes zwanzigste Haus in diese Kategorie.

Bauboom im Westen

Im vergangenen Jahr sind in München insgesamt 8272 Wohnungen fertiggestellt worden. Das ist nah dran an der Zahl von 8500 Wohnungen, die sich die Stadt als Ziel gesetzt hat, um dem hohen Zuzug gerecht zu werden. In dem Jahr, auf das sich die Daten der Stadt beziehen, 2016, waren es fast genauso viele: 8072. Doch wo wird am meisten gebaut? Das lässt sich aus der Wohnungsmarktbeobachtung sehr genau herauslesen. Auf Platz eins liegt der Bezirk Pasing-Obermenzing, mit 728 fertiggestellten Wohnungen. Mehr als die Hälfte davon, 57,4 Prozent, fallen in die Kategorie Nachverdichtung, dort kam der für Planer so wichtige Paragraf 34 im Baugesetzbuch zur Anwendung ("Zulässigkeit von Vorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile").

Der Rest ist nach Bebauungsplan entstanden. Platz zwei belegt Milbertshofen-Am Hart (641), Platz drei Schwabing-Freimann (624). Am wenigsten neue Wohnungen sind auf der Schwanthalerhöhe entstanden, nämlich gerade mal zwölf. Es folgen die Maxvorstadt (80) und Untergiesing-Harlaching (90). Den höchsten Anteil an alten Wohngebäuden (Baujahr vor 1949) hat mit 63,4 Prozent die Schwanthalerhöhe, gefolgt von Altstadt-Lehel (59,8), Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und Au-Haidhausen (jeweils 58,7 Prozent). Die geringsten Anteile finden sich in Trudering Riem (8,8), Feldmoching-Hasenbergl (12,2) und Moosach (12,7).