Wochenmärkte Wo kauft man in München regional ein?

Auf den Münchner Wochen- und Bauernmärkten gibt es mehr als nur Obst und Gemüse. Ein Überblick.

Neuhausen

Lage: Idyllisch ist es hier auf dem Rotkreuzplatz. Der Brunnen plätschert und es ist genug Platz für die mehr als 15 Stände, die jeden Donnerstag ab 10 Uhr den Platz belegen. Ein großes Plus: die vielen Sitzmöglichkeiten. Ältere Menschen ruhen sich mit ihren Einkaufstaschen kurz in der Sonne aus und betrachten wohlwollend die Kinder, die auf der anderen Seite der Bank andächtig ihr Eis schlecken.

Angebot: Bei mehr als 15 Ständen bekommt man fast alles. Es gibt mehrere Gemüse- und Fleischstände, einen Blumenstand, Fisch, Brot und Geflügel. Auch Käse und Wein kann man auf dem Markt erstehen. Und um das Angebot abzurunden, hat ein älterer Herr am Rand einen Klapptisch aufgebaut, auf dem er Honig anbietet. Gegen 18 Uhr, wenn die Berufstätigen nach Feierabend noch schnell einkaufen gehen, kann die Schlange am Hendlstand beeindruckend lang werden - kein Wunder, das schnelle Abendessen duftet über den ganzen Platz.

Besonderheit: Wer am Stand mit den Gewürzen vorbeigeht, bleibt unwillkürlich stehen, um noch einmal einzuatmen. Hier riecht es aufregend nach Orangenpfeffer und Wildkräutern. Wer sich die Zeit nimmt, in den übersichtlichen Holzkästchen zu stöbern, kann die ganze Welt entdecken. Die Gewürzmischung für Omas Gänsebraten liegt in Nachbarschaft zu persischen, äthiopischen und arabischen Gewürzmischungen. Direkt gegenüber gibt es Original-Thüringer Rostbratwurst, natürlich über dem Holzkohlegrill gebraten, wie das Schild verrät. Für die Rostbratwurst findet sich kein Gewürz in den Kistchen, aber die schmeckt eh am besten mit Senf.

Markt am Rothkreuzplatz; Donnerstags von 10 bis 19 Uhr; erreichbar mit der U1/U7 bis Rothkreuzplatz Von Franziska Stadlmayr

Bild: Robert Haas 16. Juni 2018, 03:222018-06-16 03:22:03 © SZ.de /jana