bedeckt München

WM-Finale:200.000 feiern auf der Leopoldstraße

World Cup 2014 - Leopoldstraße München

In der Spitze feierten 200.000 Fans in München den vierten Weltmeistertitel der deutschen Fußballnationalmannschaft.

(Foto: dpa)

Noch nie nach einem Fußballspiel waren so viele Münchner auf den Straßen: 200.000 Fans feierten in der Nacht auf Montag den WM-Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft - und die Party blieb weitgehend friedlich.

Von Florian Fuchs

Solche Massen mobilisiert nicht einmal der FC Bayern München: Auf der Leopoldstraße und der Ludwigstraße feierten nach dem WM-Sieg der deutschen Nationalmannschaft in der Nacht auf Montag in der Spitze 200 000 Anhänger. Die Schätzung stammt von der Polizei, die damit eine Rekordzahl vermeldete:

Noch nie nach einem Fußballspiel strömten so viele Münchner auf die Feiermeile. Selbst im vergangenen Jahr nach dem Triumph in der Champions League ist es nicht so voll geworden auf der Fahrbahn, damals jubelten 150 000 Fans über den Sieg des FC Bayern im Spiel gegen Borussia Dortmund. Mehr als 500 Beamte waren im Einsatz, um den Verkehr abzuleiten und für Sicherheit zu sorgen. "Die Feierlichkeiten waren auch für unsere Einsatzkräfte ein Highlight", sagt Polizeisprecher Wolfgang Wenger.

Die Party zwischen Odeonsplatz und Ungererstraße, wo die Fahrbahn für Autos gesperrt wurde, blieb weitgehend friedlich. Die Polizei verzeichnete 41 Anzeigen, meist wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz: Einige Fans hatten Pyrotechnik abgebrannt, was nicht erlaubt ist. Elfmal mussten Beamte wegen Körperverletzungen eingreifen, es gab aber keine Verletzten.

Bereits kurz vor dem Anpfiff um 21 Uhr sperrte die Polizei die Leopoldstraße zwischen Franz-Joseph-Straße und Herzogstraße ab, weil 5000 Fans auf der Fahrbahn feierten. Zu Beginn der zweiten Hälfte waren es dann bereits 10 000 Anhänger. Gegen 22.45 Uhr - noch während das Finale lief - sperrten die Einsatzkräfte den U-Bahnhof Giselastraße, weil die Zugänge überfüllt waren. Gegen 23 Uhr war die Straße dann bis zum Siegestor für den Verkehr nicht mehr zugänglich. Offenbar gab es zahlreiche Anhänger, die bereits vor dem Treffer von Mario Götze siegessicher waren.

Sperrung musste ausgeweitet werden

Unmittelbar nach der Partie gegen 23.40 Uhr strömten dann die Massen so massiv auf die Feiermeile, dass die Polizei die Sperrung noch einmal ausweitete. Gegen 1 Uhr waren 80 000 Fans da, später zählten die Einsatzleiter der Polizei die Rekordzahl von 200 000 Feiernden.

Erst gegen 4.30 Uhr hob die Polizei die letzte Sperrung auf, nach der Reinigung durch Kehrmaschinen war es Fahrzeugen von 5.30 Uhr an wieder möglich, die Leopoldstraße zu nutzen. Nur auf der Sonnenstraße und auf dem Marienplatz versammelten sich laut Polizei ebenfalls einige Anhänger um zu feiern, im restlichen Stadtgebiet blieb es vergleichsweise ruhig.

© SZ.de/ahem

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite