Als Mitte der Achtzigerjahre dieser coole Rennski unterm Christbaum liegt, ahnt Simon Graf schon, dass er damit nicht viele Kurven fahren würde. Nicht, weil er das teure Geschenk nicht wertschätzen würde. Schließlich hatten die Eltern ihm von klein auf diesen wunderbaren Sport näher gebracht, waren Sommer wie Winter zu dieser Hütte in Vorarlberg gefahren, hatten ihn mit dem Bergsport-Virus infiziert. Doch statt Slalomfahren hatte der 13-Jährige kurz zuvor etwas anderes, spannenderes erlebt: eine wilde Talabfahrt im Pitztal, auf einem Snowboard.
Nische im WintersportDer Mann, der das Snowboard in zwei Hälften zerlegt
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Ein Board, mit dem man aufsteigen kann wie beim Skitourengehen – dafür wurde Simon Graf anfangs belächelt. Sein Unternehmen war wirtschaftlich zunächst ein Desaster. Heute ist er Mr. Splitboards.
Von Thomas Becker
