Wiesnurgestein Schichtl Und ewig fällt das Beil

Wer traut sich aufs Schafott? Eine blonde Dame aus Thüringen lässt sich nach einigem Zögern die Augen verbinden. Und dann geht alles recht schnell, genau 13 Minuten dauert die Prozedur: Die Delinquentin, die mit einer ganzen Reisegruppe da ist, lässt sich auf die Bank fesseln, die Scharfrichter stimmen ein höhnisches Gelächter an, das Messer fällt, das 9.000.

Schichtl-Opfer dürfte hin sein. Ein sauberer Schnitt war das, ein Kopf fällt in die Schale, aus dem das Blut läuft, es klappt alles wie am Schnürchen.

Glücklicherweise erlebt Eva aus Thüringen eine ebenso rasche Wiederauferstehung. Etwas bleich steht sie im Lichtkegel auf der Bühne, der Kopf sitzt wieder gerade. Jetzt muss natürlich noch mal der Schichtl ran, um sein Jubiläum zu feiern. Eva erhält einen riesigen Gutschein, ein warmes Essen im ökologisch korrekten Schichtl-Lokal nebenan und lebenslangen Eintritt im Varieté - "das ist viel besser als Begrüßungsgeld".

Manfred Schauer sagt das, er kann sich gleich bereit machen für den nächsten Einsatz: Die 9001. Hinrichtung steht bevor, es regnet noch immer, aber der blutige Spaß, der laut Schichtl übrigens "absolut familientauglich" ist, hört nicht so schnell auf. "Wir wollen auch weiter großes Entsetzen auslösen."