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Wintereinbruch:Erhöhte Lawinengefahr und zahlreiche ausgefallene Flüge

A tourist enjoys the view of the alps on top of the highest German mountain, the Zugspitze, near Garmisch-Partenkirchen

Die Lawinengefahr in den Alpen ist erheblich gestiegen. (Im Bild: Blick von der Zugspitze aus)

(Foto: REUTERS)

Nach dem erneuten Wintereinbruch ist die Lawinenwarnstufe auf drei von fünf hochgesetzt worden. Am Flughafen München wurden 240 Flüge gestrichen. Auch in Nürnberg kam es zu Annullierungen.

In den bayerischen Alpen ist die Lawinengefahr auf Warnstufe drei von fünf gestiegen. Dies bedeute eine erhebliche Gefahr, teilte der Lawinenwarndienst Bayern mit. Bereits ein einzelner Skifahrer könne somit an Steilhängen mittlere Schneebrettlawinen auslösen. Wegen der etwa 30 Zentimeter Neuschnee im Alpenraum seien in felsdurchsetzten Hanglagen vereinzelt auch große Lawinen aus lockerem Schnee sowie Schneebrettlawinen zu erwarten.

Am Flughafen München sorgte das Winterwetter für erhebliche Beeinträchtigungen im Flugverkehr. Von rund 1000 geplanten Starts und Landungen wurden 240 Flüge gestrichen. Rund 170 Verbindungen waren mehr als eine halbe Stunde verspätet. Auch am Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg fielen wegen des Wetters einzelne Flüge vor allem von und nach München aus.

Den Angaben zufolge dauert das Räumen einer Start- oder Landebahn in etwa 25 Minuten. Während dieser Zeit wird die Bahn vollständig gesperrt. Seit Sonntagmorgen schneit es in Bayern heftig. Auch am Albrecht-Dürer-Airport in Nürnberg fielen wegen des Wetters einzelne Flüge vor allem von und nach München aus.

Auch die Bahn kämpfte auf einigen Nebenstrecken mit dem Winter. Weil zu viel Schnee auf den Gleisen lag, standen die Züge rund um Traunstein still. Bei der Bayerische Oberlandbahn (BOB) war in Richtung Süden kein Betrieb mehr möglich - auch nicht in die Skigebiete am Brauneck oder am Sudelfeld.

Riesenslalom der Männer wurde abgesagt

In Garmisch-Partenkirchen ist der für Sonntag geplante Weltcup-Riesenslalom der Männer abgesagt worden. Wie bereits bei der Absage der Abfahrt tags zuvor führten die Organisatoren starken Schneefall als Grund an. In der Nacht sei allein am Start etwa 30 Zentimeter Neuschnee gefallen, hieß es in der Mitteilung der Organisatoren.

Glatte Straßen machten einigen Autofahreren zu schaffen. Auf der Autobahn 8 blieben am Morgen am Bernauer Berg Richtung München einige Lastwagen hängen. Größere Staus oder schwere Unfälle wegen des Winterwetters gab es laut Polizei nicht. Im Allgäu ereignete sich ein schwerer Unfall. Auf der Bundesstraße 12 überschlug sich ein Auto. Der Fahrer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Am Montag ist aber vorerst Schluss mit Schnee: Die Aussicht auf nächste Woche dürfte vor allem Wintersportler freuen. "Nachts rechnen wir mit leichtem Frost, tagsüber scheint ab Montag die Sonne", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Bei Temperaturen von minus einem bis plus fünf Grad werde der Himmel im Freistaat weitgehend wolkenlos sein. Das soll den Experten zufolge bis mindestens Ende der Woche so bleiben.

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