Weltweite Rohstoffknappheit:Eröffnung erst Ende 2023

Der Bau der Arena im Olympiapark verzögert sich wegen der Corona-Krise

Von Joachim Mölter

Die Eröffnung der neuen Mehrzweckhalle im Olympiapark verschiebt sich um ein Jahr auf Ende 2023. Das teilte die Baugesellschaft am Freitag mit. Als Grund nannte sie die durch die Corona-Pandemie bedingten Beeinträchtigungen. Wegen allgemeiner Rohstoff-Knappheit auf dem Weltmarkt und daraus resultierender Engpässe bei Zulieferern, einem Fachkräftemangel bei beteiligten Baufirmen sowie den generell geforderten Hygienevorkehrungen sei die zuletzt für das zweite Halbjahr 2022 angepeilte Inbetriebnahme nicht mehr zu schaffen. Die Verzögerung betrifft vor allem die Eishockey-Profis des EHC München und die Basketballer des FC Bayern; beide Klubs hatten gehofft, zum Saisonbeginn im September in die neue, 11 500 Zuschauer fassende Multifunktionsarena einzuziehen. Sie müssen damit nun eine weitere Saison warten.

Es ist nicht die erste Verzögerung, die es bei dem nach Expertenschätzung 150 Millionen Euro teueren Projekt auf der Fläche des früheren Olympia-Radstadions gibt. Ursprünglich sollte der Bau bereits im Sommer 2019 beginnen, der erste Bagger rückte aber erst im Januar 2020 an, kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Der Grundstein wurde dann im Februar dieses Jahres gelegt, ohne große Zeremonie.

Der neue Zeitrahmen für die Eröffnung könnte nun freilich sogar die Handball-EM der Männer im Januar 2024 tangieren, bei der die Arena als Vorrunden-Spielort eingeplant ist. "Ich bin da sehr optimistisch, dass die nicht in Gefahr ist", versicherte Dominik Böhner, der Sprecher der Baugesellschaft.

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