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Weitere Briefe:Breitere Radwege und die Magnetschwebebahn

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Breitere Radwege für München

Da ich täglich mit dem Rad mehr als 20 Kilometer durch München fahre, kann ich mich der Meinung von Grün-Rot nur anschließen ("Protest gegen Schmalspur-Plan" vom 28. April). Breitere Radwege bringen mehr Sicherheit, weil dadurch an vielen Stellen hoffentlich allen Verkehrsteilnehmern (auch Fußgängern) klar wird, dass es sich um einen Radweg handelt. Die Beschlüsse des Radentscheids sollten nun wirklich zügig umgesetzt werden, vor dem Bau eines Tunnels am Mittleren Ring vergeht nicht so viel Zeit bis zur endgültigen Entscheidung.

Weniger Fahrspuren und übersichtlichere Kreuzungen bringen mehr Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer, breite und viele Abbiegespuren verleiten doch vor allem Lkw-Fahrer zu unvorsichtiger Fahrweise. Eltern mit ihren Kindern, Senioren und alle anderen brauchen mehr Platz, da die Radfahrer heute in sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind. Im Berufsverkehr sind schon sehr viele Radfahrer auf Münchens Straßen und Radwegen unterwegs, aber ich bin mir sicher, dass sich noch mehr Münchner für umweltfreundliches Radeln entscheiden, wenn das Radwegenetz attraktiver wird. Ines Steinheimer, München

Magnetbahn und Folgekosten

Die Baukosten der Magnetbahn sind gemäß den Studien geringer als für eine U-Bahn ("In der Schwebe" vom 15. April). Interessant wären aber auch Daten zu den Betriebs- und Unterhaltskosten. Beim schon längst beerdigten Transrapid konnte man viel zu den Baukosten lesen, nichts aber darüber, welche Unterschiede sich bei der Instandhaltung der Schienen ergeben oder den Einsparungen zum Beispiel bei der Wartung der Züge durch den Entfall der Kontrolle, der Wartung und des Wechsels der ICE-Radsätze auf eine Million Kilometer (einer durchaus gängigen Laufleistung). Auch die stets wiederkehrenden Betriebspausen durch das Schleifen der U-Bahn-Gleise und die damit verbundenen Kosten dürften dann der Vergangenheit angehören. Josef Feuerstein, Markt Schwaben

Staatliche Grundstückstaktik

Im Gegensatz zum SPD-Landtagsabgeordneten Florian von Brunn betrachte ich es nicht als "massives Staats- und Verwaltungsversagen", wenn der Freistaat Bayern die Grundstücke der Siedlung Hartmannshofen in München nicht ruckzuck verkauft ("Leere Häuser in bester Lage", 14. April). Ich finde es sogar ziemlich schlau, wenn der Freistaat das Verkaufen langsam angeht. In den letzten Jahren sind die Grundstückspreise enorm gestiegen. Hätte der Freistaat schnell verkauft, wie es von Brunn fordert, wären viele Millionen für den Steuerzahler verloren gegangen.

Diese riesigen Grundstücke sind sehr teuer. Nur Schwerreiche können sich diese leisten. Im Gegensatz zu Herrn von Brunn "empört" es mich nicht, wenn Schwerreiche sich nicht sofort ein Grundstück in Hartmannshofen kaufen können. Seine Idee mit Zwischennutzungen von abbruchreifen, alten, kleinsten Häusern hört sich gut an. Aber: Solche Ideen sind im Paragrafen- und Juristenstaat Deutschland schon sehr naiv. Von Brunn kritisiert den Leerstand, weil viele Münchner eine "bezahlbare" Wohnung suchen. Nun: Diese riesigen Grundstücke in der Gartenstadt Hartmannshofen sind natürlich bezahlbar. Aber: Nur für Schwerreiche. Das weiß der SPDler von Brunn natürlich auch. Was will er dann mit seiner massiven Kritik ("Staatsversagen") und mit seiner Klage über fehlende bezahlbare Wohnungen bezüglich Hartmannshofen bezwecken? Will von Brunn Hartmannshofen mit "bezahlbaren" Mietwohnungen verdichten? Damit würde er in Kauf nehmen, den Gartenstadtcharakter dort zu zerstören. Es wichtiger denn je, in der mit so wenig Grünflächen ausgestatteten Großstadt München die letzten grünen Oasen wie Hartmannshofen vor der Zerstörung zu bewahren. Klaus Fischer, München

Christsoziale Spezl-Attraktion

Wahrscheinlich wollen die neuen Online-Mitglieder der CSU ("CSU erlebt Online-Ansturm" vom 24. April) in den dann unter anderem angebotenen Schulungen endlich auch die bayerisch-christliche Variante der Spezl-Wirtschaft und die damit einhergehenden monetären Vorteile erlernen. Heinrich Schwab, Stockdorf

© SZ vom 03.05.2021
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