Es ist fast schon anachronistisch, was sich an diesem Samstag auf einem Feld auf Obermenzinger Flur abspielt. Etwa 50 Menschen haben sich eingefunden, in Arbeitskleidung, Jeans, Sweatshirt und festem Schuhwerk. Ihr Plan an diesem Tag ist es, Weinreben zu setzen. Anachronistisch ist das, weil in anderen Gegenden Weinberge verschwinden. Anachronistisch, weil weniger Alkohol getrunken wird. Anachronistisch, weil manche Rebsorten aus der Zeit gefallen zu sein scheinen. Und anachronistisch, weil dort etwas zurückkehrt, das es seit Jahrhunderten nicht mehr gegeben hat: Weinbau auf Münchner Flur.
Neues Anbaugebiet in der StadtErstmals seit Jahrhunderten wächst wieder Wein in München
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Seit Kurzem werden auf Stadtgebiet Reben angebaut. Wer dahintersteckt, wann mit dem ersten Flaschenverkauf zu rechnen ist – und was es mit dem Traum vom Oktoberfest auf sich hat.
Von Astrid Becker
