Warnungen wegen Ehec:"Ich kaufe und esse alles"

Gurken sind plötzlich wieder hui, Sprossen dafür pfui: Die Warnung vor Salat, Gurken und Tomaten wurde aufgehoben, jetzt gelten Sprossen als Quelle des Ehec-Erregers. Doch die Münchner geben sich gelassen.

Ingrid Fuchs

9 Bilder

Sprossen als Quelle des EHEC-Erregers identifiziert

Quelle: dapd

1 / 9

Gurken hui, Sprossen pfui? Am Freitag wurde die Warnung vor Gurken, Tomaten und Salat aufgehoben. Der neue Hauptverdächtige: die Sprosse. Möglicherweise könnte sie die Quelle des Ehec-Erregers sein. Wie reagieren die Münchner auf die neue Lebensmittelwarnung?

Ehec Umfrage 2

Quelle: Ingrid Fuchs

2 / 9

Claudia Gerstner-Snay hat keine Lust, wegen Ehec auf etwas zu verzichten. "Ich habe für meine Familie und mich beschlossen: Wir kriegen diesen Keim einfach nicht. Einmal die Woche kommt bei uns die Öko-Kiste mit Obst, Gemüse und Salat. Diesen Sachen vertraue ich."

Ehec Umfrage 2

Quelle: Ingrid Fuchs

3 / 9

"Ehec? Das gibt es auch in München?" Thi Nguyen lässt sich von dem Erreger nicht verrückt machen. "In unserem Restaurant gibt es gar keinen Salat. Damit hatten wir also bis jetzt kein Problem. Wegen der Sprossen fragen nur wenige Leute nach, bisher hat sie nur selten jemand im Essen weggelassen."

Ehec Umfrage 2

Quelle: Ingrid Fuchs

4 / 9

"Ich komme aus Erding, da kaufen wir sowieso schon immer beim Bauern unseres Vertrauens", sagt Harald Seehaus. "Da weiß man, wo es herkommt. Und wer weiß schon, was man morgen nicht mehr essen soll? Ich lasse mich da nicht verrückt machen. Wenn das so weitergeht, dürfte man ja bald gar nichts mehr essen."

Ehec Umfrage 2

Quelle: Ingrid Fuchs

5 / 9

Sprossenverzicht: "Eigentlich mag ich Sprossen sehr gerne, aber die esse ich jetzt gar nicht mehr", sagt Claudia Angershausen. "Tomaten und Gurken habe ich dafür die ganze Zeit über gegessen, ich reinige das Gemüse sehr gründlich. Nur Salat lasse ich weg, den kann man nicht so sauber waschen. Die Aufhebung der Warnung ist ja kein Garantieschein. Durch das Informationschaos ist man sowieso verunsichert."

Ehec Umfrage 2

Quelle: Ingrid Fuchs

6 / 9

"Ich esse in Lokalen nur noch ungern Salat, sondern wasche mein Essen lieber selbst," sagt Tatjana Dechant. Ob die Warnung nun für Gurken oder Sprossen gilt, verrückt machen lassen will sie sich nicht. "Von der Wissenschaft und den Behörden fühle ich mich aber verarscht. Wir leben doch in einer hochzivilisierten Welt und können nicht mal disen Erreger finden? Allerdings ist auch der Infomationsfluss an die Bürger mager und schlecht."

Ehec Umfrage 2

Quelle: Ingrid Fuchs

7 / 9

"Diesen Wahnsinn mache ich nicht mit", sagt Thomas Wagner. "Ich kaufe alles und esse alles was mir schmeckt, ganz normal. In meinen Augen ist das ganze Thema von den Medien enorm hochgeputscht worden."

Ehec Umfrage 2

Quelle: Ingrid Fuchs

8 / 9

"Ich habe das mit Ehec als eine rein deutsche Panik wahrgenommen", sagt Katrin Müller aus der Schweiz. "Bevor ich für ein paar Tage hierher kam, habe ich mir das kurz überlegt. Aber ich glaube nicht, dass die Sache so schlimm ist." Ihr Kaufverhalten will sie weder in München noch im Nachbarland ändern.

Gemüsebauern verschenken Gemüse in Hamburg

Quelle: dpa

9 / 9

Freispruch für Gurken, Tomaten und Salat: Die Warnung für die Lebensmittel ist aufgehoben, die Skepsis bei den Verbrauchern bleibt. Trotz der Sorge um die Sicherheit haben sich viele Münchner den Gemüsegenuss aber gar nicht vermiesen lassen, sondern kaufen stattdessen bevorzugt bei heimischen Gärtnern.

© sueddeutsche.de/wib
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB