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"Wahlkampf absurd":Ich bin, was ich fordere

Die Stadträte der ÖDP warfen sich eine S-Bahn-Attrappe über, um für einen neuen S-Bahnhalt an der Berduxstraße in Pasing zu werben.

(Foto: ÖDP München)

Wahlkampf ist der bessere Fasching: In jüngster Zeit haben Rathauspolitiker Verkehrsmittel als Verkleidung für sich entdeckt. Kaum war die Linke als Trambahn durch die Lindwurmstraße gezogen, um für neue Trambahnlinien zu demonstrieren, warfen sich die Stadträte der ÖDP eine S-Bahn-Attrappe über, um für einen neuen S-Bahnhalt an der Berduxstraße in Pasing zu werben, das dortige Neubauviertel könnte die Station gut brauchen. Ob die als "ÖDP-Stadtratsgruppe bringt S-Bahn an die Berduxstraße" getitelte Aktion zeitnah etwas bringt, sei dahingestellt. Fest steht: Sonja Haider und Johann Sauerer machen sich, wie man sieht, gut als Zuggespann. Welche Kita-Gruppe die Attrappe zusammengepappt hat, ist dabei nicht überliefert. Jetzt braucht man nur noch auf weitere Nachahmer zu warten. Die CSU etwa würde sich sicher gut als U-Bahn machen, alternativ könnte sie als weiß-blauer Truck für den Autobahn-Südring werben, die Bayernpartei als Lkw-Anhänger im Schlepptau. Und die SPD? Die wird wohl erst eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, welches Verkehrsmittel als Kostüm für sie in Frage kommen könnte. Bis zum Wahlkampf 2026 könnte es dann fertig sein.

© SZ vom 27.02.2020 / schub
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