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Wahl zum Oberbürgermeister:Linke schickt Brigitte Wolf ins Rennen

Brigitte Wolf

Brigitte Wolf von der Münchner Partei "Die Linke" tritt als vierte Oberbürgermeisterkandidatin an.

(Foto: Stephan Rumpf; Stephan Rumpf)

Die Linke tritt mit Brigitte Wolf bei der Münchner Oberbürgermeisterwahl an. Die langjährige Stadträtin hat ungewöhnliche Vorstellungen, wie sich Wohnungsmangel und Verkehrschaos in der Stadt beseitigen lassen könnten.

Die Münchner Linken treten mit ihrer langjährigen Stadträtin Brigitte Wolf bei der Oberbürgermeisterwahl im März 2014 an. Die Partei sprach sich am Samstag nach Angaben eines Sprechers mit 38 zu sechs Stimmen für die Softwareentwicklerin aus, die schon seit 2002 im Rathaus sitzt. Ihr Gegenkandidat, der in der Münchner Politikszene bislang nicht aufgefallene Max Brym, hatte lediglich Außenseiterchancen.

Im Wahlkampf, das machte Wolf in ihrer Rede deutlich, setzt die Linke vor allem auf vier große Themenfelder: Gesundheit, Wohnen, Verkehr und die gesellschaftliche Teilhabe armer Menschen. So müsse die GmbH-Struktur des defizitären Stadtklinikums abgeschafft werden, damit die Stadt wieder direkteren Zugriff auf das Unternehmen habe. Beim Thema Wohnen sprechen sich die Linken für ein Verbot von Mieterhöhungen aus, wenn keinerlei Gegenleistung des Vermieters vorliegt - ein Vorschlag, der allerdings auf kommunaler Ebene nicht entschieden werden kann. Zudem müsse die Stadt alle vorhandenen Mittel gegen den Leerstand von Wohnungen ausschöpfen, also notfalls Wohnungen auch beschlagnahmen.

Zentrales Thema im Wahlkampf soll für die Linken der Kampf gegen den zweiten S-Bahn-Tunnel sein, berichtete der Sprecher. Stattdessen müssten der Südring sowie die Außenäste der S-Bahn ausgebaut werden - was jedoch der Landtag beschließen müsste. Der MVV soll künftig kostenlos sein. Finanzieren wollen die Linken dies über eine City-Maut für Autofahrer.

Die Linke hat derzeit drei Vertreter im Münchner Stadtrat. Neben Wolf sind dies Dagmar Henn, die im März erneut kandidieren will, und Orhan Akman, der jedoch mit Ende der laufenden Amtsperiode aus persönlichen Gründen ausscheidet. Die Linken-Liste für die Kommunalwahl wird am 15. Dezember aufgestellt. Ziel der Partei ist es, mindestens Fraktionsstärke, also vier Sitze, zu erreichen.