Waffenhändler Philipp K. vor Gericht:Der Stellvertreter

Lesezeit: 11 min

Waffenhändler vor Gericht

War Philipp K. (Mitte) wirklich nur der arg-, aber nicht gewissenlose Waffenlieferant? Oder sollte er besser wegen Beihilfe zum Mord angeklagt werden?

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Neun Menschen hat David S. im Sommer 2016 in München erschossen - dann sich selbst. Vor Gericht steht der Mann, der ihm die Waffe verkauft hatte. Nach 15 Prozesstagen bleibt die Frage: Gibt es Gerechtigkeit?

Von Martin Bernstein

Die Reihe der Zeugen ist lang gewesen am sechsten Verhandlungstag: eine Bundesermittlerin aus Wiesbaden, ein Vernehmungsbeamter aus Marburg, ein Computerexperte vom bayerischen Landeskriminalamt, dazwischen ein Waffensammler aus Münster mit dem Darknet-Pseudonym "Suppenpeter", der beste Kunde des Angeklagten. Die Köpfe sind voll, die Luft ist raus. Da fällt dem Vorsitzenden Richter am Münchner Landgericht noch etwas ein. Eigentlich, sagt er, könnte man jetzt noch dieses Video anschauen. Das Video, von dem seit Prozessbeginn immer wieder die Rede gewesen ist. Es soll zeigen, dass der Angeklagte ein rassistischer Rechtsradikaler ist.

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