Das frisch angebrochene neue Jahr legt die Frage nahe: Steht die Zukunft in den Sternen? Der Beantwortung dieser Frage widmet sich ein kritischer Abend zu Zukunftsdeutungen, den der evangelische Theologe Matthias Pöhlmann, Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Bayern, gemeinsam mit Mario Gollwitzer, Professor für Sozialpsychologie an der LMU gestaltet.
Am 15. Januar diskutieren sie in der Münchner Volkshochschule in der Einsteinstraße 28 darüber, wie Menschen darauf kommen, dass der Sternenhimmel, Horoskope oder zufällig gezogene Karten unser Leben beeinflussen könnten. Dabei wird auch das „Geschäft“ mit der Zukunftsdeutung in Geschichte und Gegenwart beleuchtet und versucht, deren psychologische Grundmuster zu verstehen. Beginn ist um 19 Uhr.
Die Freiheit von Forschung und Lehre ist ein hohes Gut. Doch derzeit gerät diese Freiheit vielerorts unter Druck. In den Vereinigten Staaten etwa wirft die Regierung Universitäten eine einseitig linksliberale Ausrichtung vor und droht der Gesundheits- und Klimaforschung sowie Teilen der Geistes- und Sozialwissenschaften mit drastischen Kürzungen staatlicher Mittel.
Aber auch hierzulande steht die Wissenschaftsfreiheit vor Herausforderungen: durch Versuche politischer und wirtschaftlicher Einflussnahme, durch internationale Abhängigkeiten und nicht zuletzt durch auch hier erstarkende populistische und antidemokratische Strömungen. In der Veranstaltung Academic Freedom on the Line: Perspektiven und Strategien für Hochschule und Forschung diskutieren Vertreter und Vertreterinnen führender Wissenschaftseinrichtungen auf Einladung der Bayerischen Amerika-Akademie am 21. Januar um 19 Uhr im Amerikahaus darüber, wie die Wissenschaftsgemeinschaft auf solche Entwicklungen reagieren kann. Gemeinsam möchte man herausfinden, welche Maßnahmen nötig sind, um die Resilienz der europäischen Wissenschaft zu steigern.
Christian Springer ist vielen bekannt als Gastgeber der monatlichen BR-Kabarett-Sendung „Schlachthof“. 2012 gründete der Münchner Kabarettist aber auch seinen Verein Orienthelfer, um die zahlreichen zivilen Opfer des syrischen Bürgerkrieges zu unterstützen. Der Verein leistet in Syrien und den Nachbarländern humanitäre Hilfe für Menschen, die unter den Kriegen in der Region leiden. Hilfe im Wert von rund 30 Millionen Euro hat man seit Vereinsgründung laut Springer verteilt, in Form von Lebensmitteln, Heizmaterial oder Lehrergehältern.

In seinem neuen Buch „Sisi in Gaza – Was Sie über Gaza nicht wussten und nicht wissen müssen, aber wissen sollten“ teilt er seine Erfahrungen über diese humanitären Katastrophen. Sein wichtigster Appell lautet aber: „Fragen Sie mir ein Loch in den Bauch!“ Eine Gelegenheit dazu gibt es am 28. Januar um 19 Uhr bei einem Podiumsgespräch unter dem Titel Stirbt die Humanität im Nahen Osten? im Salon Luitpold. Die Ticketeinnahmen des Abends gehen zu 100 Prozent an die „Orienthelfer“.
Gemeinsam mit dem Neuen Maxim Kino und seinen Gästen reisen Kuratoren der Archäologischen Staatssammlung am 29. Januar nach Hollywood und untersuchen die Frage, wie viel historisch verbürgte Geschichte in Filmen über die Gladiatoren steckt. Ab 19.30 Uhr beleuchtet Kurator Bernd Steidl dieses Thema anhand der Filmvorführung von Gladiator I von Ridley Scott aus dem Jahr 2000: Im antiken Rom wird der siegreiche General Maximus (gespielt von Russell Crowe) von dem machthungrigen Commodus verraten, seine Familie ermordet und er selbst versklavt. Als Gladiator kämpft er sich fortan durch die Arenen, getrieben von dem Wunsch nach Rache und Gerechtigkeit. Im finalen Duell im Kolosseum besiegt er Commodus und stirbt, doch er findet Frieden im Jenseits bei seiner Familie.

Am 5. Februar um 19.30 Uhr führt Bernd Steidl in den Film Gladiator II ein, den Ridley Scott vierundzwanzig Jahre später drehte. Dieses Mal geht es um Lucius, den heimlichen Sohn von Maximus. Der wird 16 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils in Numidien gefangen genommen und als Gladiator nach Rom gebracht, wo er in der Arena Rache sucht. Er erkennt seine wahre Herkunft und erhebt sich gegen die tyrannischen Kaiser Geta und Caracalla sowie den intriganten Macrinus. Im finalen Duell besiegt Lucius Macrinus, vereint die römischen Truppen und tritt an, den Traum eines gerechteren Rom zu realisieren. Als historischer Abgleich empfiehlt sich der Besuch der Ausstellung Gladiatoren – Helden des Kolosseums, die noch bis 3. Mai in der Archäologischen Staatssammlung, Lerchenfeldstraße 2, zu besichtigen ist.

