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Rechtsanwalt:"Das Böse ist nicht im Menschen angelegt"

LEUTE mit Ara

"Wenn die fliegen, das ist so eine Schönheit", Joachim Schwarzenau über seine Gelbbrust-Aras. Links Camilla, rechts Charles.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Vor Gericht verteidigt Joachim Schwarzenau Mörder, privat ist er Papageien-Liebhaber. Warum ihn menschliche Abgründe faszinieren und weshalb er die exotischen Vögel in seiner Kanzlei hält.

Von Susi Wimmer

Auf seinem rechten Arm hippelt Camilla von einem Bein auf das andere, meckert etwas herum, während sich von der anderen Seite Charles in Richtung Hals wanzt, zum Schmusen. Joachim Schwarzenau sitzt in der Mitte, zwischen seinen beiden Papageien, und der SZ-Fotograf fragt grinsend: "Wer von den Dreien ist denn nun der schrägste Vogel?" Mit dem Wort "schräg" hat Joachim Schwarzenau überhaupt kein Problem. Wobei "außergewöhnlich" vielleicht besser zu ihm passen würde. Schwarzenau ist von Beruf Rechtsanwalt, er verteidigt Mörder, Schläger oder Drogendealer. Außerdem ist er Maler, und hat schon etliche Ausstellungen bestritten. Und: Er näht seine Hosen selbst. Und ja, zur Zeit ist er Papa von zwei Jung-Aras, die ihn mit zur Arbeit begleiten und durch die Kanzlei fliegen.

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