Von Stau zu Stau:Große Reiselust, Unfälle - und dann auch noch Kontrollen

Auf vielen Autobahnen kommt es zum Start der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg zu Behinderungen - rund um München ist besonders viel Geduld nötig

Mit kilometerlangen Staus begann für viele Autofahrer am Samstag der Start in den Urlaub. Rund um München mussten Autofahrer auf der Autobahn 99 erhebliche Verzögerungen hinnehmen. Auf der Autobahn 8 in Richtung Salzburg bildeten sich bereits am Morgen lange Staus, wie ein Sprecher der Polizei in Oberbayern sagte. Zwischen Holzkirchen und der Grenze zu Österreich fuhren Autofahrer teils von Stau zu Stau, es ging nur noch stockend voran zwischen Rosenheim und Salzburg. Reisende in Richtung Süden verloren teilweise weit mehr als eine Stunde im Stau. Die Verkehrslage war laut Polizei "angespannt". Auch am Sonntag bildeten sich auf der A8 Richtung Salzburg immer wieder Staus.

Reiseverkehr in Bayern

Nur zäh ging es - wie hier am Irschenberg - am ersten Ferienwochenende auf den Autobahnen südlich von München voran.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Laut der Echtzeit-Verkehrsüberwachung des Automobilclubs ADAC kam es am Samstag zu Staus von bis zu 24 Kilometern Länge. "Es ist voll, es gab Unfälle und an der Grenze wird kontrolliert", sagte ein Polizist. Ein Pannenfahrzeug reiche aus, um im Reiseverkehr zu kilometerlangen Verzögerungen zu führen. Bei den Unfällen am Samstagmorgen wurde niemand verletzt.

Auch auf anderen Autobahnen des Freistaats haben sich am Samstag lange Staus gebildet. Manche Abschnitte seien nahezu "überlastet durch den Ferienverkehr" gewesen, sagte eine Sprecherin der Verkehrslagemeldestelle Bayern am Samstag. In Bayern hatten am Donnerstag die Sommerferien begonnen. Viele Familien dürften das Wochenende genutzt haben, um in ihren Urlaub zu fahren. In Baden-Württemberg endete das Schuljahr bereits am Mittwoch. Dagegen neigen sich in einigen Bundesländern, wie etwa in Berlin und Brandenburg, die Ferien schon wieder dem Ende zu, in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern beginnt die Schule.

"Die Warnungen haben sich leider bestätigt", sagte eine Sprecherin des Automobilclubs ADAC am Samstag. Der Verband hatte vor einem Wochenende voller Staus auf bayerischen Autobahnen gewarnt. Zusätzlich sorgten nämlich auch die Corona-Kontrollen an den Grenzübergängen nach Österreich für Verzögerungen. "Wahnsinnig viel los" gewesen sei auch auf der Autobahn 7 zwischen Memmingen und Ulm, hieß es aus der Verkehrslagemeldestelle. In beide Richtungen staute es sich, besonders voll war die A 7 aber in Richtung Norden. Am Grenztunnel zwischen Füssen und Reutte ging es nur durch Blockabfertigungen voran.

Ähnlich war die Verkehrslage auch auf der Autobahn 3 von Geiselwind bis nach Nürnberg und auf der Autobahn 9 zwischen München und Ingolstadt. Neben der hohen Zahl der Reisenden, die unterwegs seien, führten Auffahrunfälle und Pannenfahrzeuge zu Staus und stockendem Verkehr. In Österreich setzten sich die Staus auf den Autobahnen dann fort.

© SZ vom 02.08.2021 / dpa
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