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Von München ans Mittelmeer:Der Weg in die Freiheit

Mit dem Tod des Vaters erkannte Lotta, wie kurz das Leben ist. Und lief los.

(Foto: Marco W. Solbiati)

Als ihr Vater stirbt, geht Lotta Lubkoll los - von München bis zum Meer. Zu Fuß und nur mit einem Esel lernt sie, langsam loszulassen.

Von Amelie Geiger

Nach 80 Tagen musste Lotta Lubkoll, 25, weinen. Nach 600 Kilometern liefen ihr die Tränen über die Wangen. Nach 80 Tagen, die sie alleine verbracht hatte. Nur sie und ihr Esel Jonny. Von München bis ans Mittelmeer ist sie mit ihm gelaufen. Als sie dann in Chioggia schon fast am Strand waren, hielt ein Mann vor ihnen mit seinem Auto an, ging auf die beiden zu und fragte, ob er Lotta umarmen dürfe. In diesem Moment begann sie zu weinen. "Es war die unglaublichste Reise meines Lebens und ich bin dankbar für jeden einzelnen Augenblick", sagt sie.

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