Erst vor kurzem war sie wieder aufgetaucht. Die unbekannte Frau im Kimono, die der Münchner Künstler Franz von Stuck im Jahr 1899 auf einem Gemälde dargestellt hat. Im Auktionshaus Karl & Faber war das für eine Versteigerung eingeplante „Damenbildnis à la japonaise“ für ein paar Tage erstmals öffentlich zu sehen, nachdem es viele Jahre lang Teil einer Unternehmenssammlung in Baden-Württemberg war. Die SZ hatte darüber berichtet. Nun wurde das Bild versteigert.
Und es wird als Schenkung zukünftig die Sammlung des Museums Villa Stuck bereichern. Denn erworben hat das Gemälde der Verein zur Förderung der Stiftung Villa Stuck. Dieser erhielt nach einem, wie es heißt, „langem Bietergefecht“ für 101 600 Euro brutto den Zuschlag.

Damit ist das „Damenbildnis à la japonaise“ bereits das zweite Gemälde des Malerfürsten Franz von Stuck, das in diesem Jahr zum ersten Mal öffentlich in München ausgestellt wurde. Und das nun darüber hinaus zum Besitz der Villa Stuck gehört. Das andere Gemälde, das 1914 gemalte „Bildnis der Frau Fränkel (Bildnis einer Mainzerin)“, hat eine Münchner Sammlerin dem Museum vermacht, wo es nun in einem der frisch sanierten Räume hängt.
Das gleiche wird hoffentlich bald auch mit der Frau im Kimono passieren. Und wer weiß: Vielleicht löst sich bald auch noch das offene Rätsel, wer die „Dame“ auf dem ungewöhnlichen Gemälde ist.

