Vier Wände für die EwigkeitWo das Atomic weiterlebt

Der Glitzervorhang und die Lavalampen, ein mit Stickern vollgeklebter Spiegel und der Kondomautomat: Das Atomic Café soll im Stadtmuseum weiterleben. Es ist nicht die erste Auferstehung eines legendären Raums.

Seit Anfang des Jahres ist das Atomic Café Geschichte. Fast zwei Jahrzehnte lang prägte der Club das Münchner Nachtleben wie kaum ein anderer, war Indie-Disco und Pop-Treff, Heimat für Northern Soul und Folk. Mit seiner Schließung endet eine Ära - und Geschichten von Prügeleien und Knutschereien, von wilden Partys und entspannten Drinks verblassen. Sie bleiben nur noch als Erinnerung in den Köpfen und Herzen der Feiernden, DJs und Betreiber.

Um ein Andenken zu bewahren, sicherte sich der ein oder andere ein persönliches Erinnerungsstück. Die Einrichtung übernahm das Stadtmuseum. Es beherbergt den Glitzervorhang und Lavalampen, einen mit Stickern vollgeklebten Spiegel der Herrentoilette und den Kondomautomaten. Dazu Sitzbänke, Schaukästen, und Speisekarten. Noch wird die Einrichtung im Depot gelagert. Irgendwann soll sie so ausgestellt werden, wie sie einst in der Neuturmstraße 5 stand.

Bild: Catherina Hess 7. Juli 2015, 12:012015-07-07 12:01:42 © SZ.de/infu