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Verzögerungen im Fahrplan:Am Montag Warnstreik bei Bus und Tram

Zu dem Warnstreik hat die Gewerkschaft Verdi die Bus- und Trambahnfahrer aufgerufen.

(Foto: Stephan Rumpf)

Ein Teil der Fahrzeuge bleibt am Wochenstart bis 10 Uhr im Depot. Auf allen Trambahnlinien sollen die Züge im 20-Minuten-Takt verkehren.

Viele Busse und Straßenbahnen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) werden an diesem Montag wegen eines Warnstreiks bis 10 Uhr im Depot bleiben. Da der Streik nur die unmittelbar bei der MVG angestellten Fahrer betrifft, geht die MVG davon aus, dass sie den Betrieb zum Teil aufrecht erhalten kann.

Auf allen Trambahnlinien sollen die Züge im 20-Minuten-Takt verkehren, auch bei den Bussen soll das Angebot möglichst auf allen Linien bedient werden, wenn auch in längeren Abständen als üblich. Wegen der zu erwartenden Engpässe rät die MVG, U- und S-Bahnen zu benutzen, die nicht vom Streik betroffen sind. Auch nach Streikende werde es einige Zeit dauern, bis der Fahrplan wieder im gewohnten Takt ist.

Zu dem Warnstreik hat die Gewerkschaft Verdi die Bus- und Trambahnfahrer aufgerufen. Der Streik, der am letzten Ferientag um 3.30 Uhr beginnt, stelle "ein letztes Warn-Signal" für den Arbeitgeber MVG dar, "dass es kein Koppelgeschäft zwischen Lohnerhöhung und Arbeitszeitverlängerung gibt", erklärt Verdi-Gewerkschaftssekretär und Verhandlungsführer Franz Schütz. Verdi fordert eine Erhöhung der Monatsgehälter um 120 Euro. Um weitere fünf Prozent sollen sie nach zwölf Monaten steigen.

Die MVG-Geschäftsführung dagegen betont, ihr gehe es um eine freiwillig für jedes Jahr wählbare Arbeitszeitsteigerung um 1,5 Stunden auf 40 Stunden wöchentlich, die mit einer Gehaltserhöhung um bis zu 14 Prozent verbunden sei. Am 13. September startet die vierte Verhandlungsrunde.

© SZ vom 11.09.2017

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