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Keine artgerechte Haltung:Schweiz liefert Frau wegen Tierquälerei aus

  • Eine 48 Jahre alte Frau soll in einem Haus in Grafing über Jahre hinweg mehr als 400 Tiere unter verheerenden Umständen gehalten haben.
  • Nach der Durchsuchung ihres Hauses ist die Frau in die Schweiz gereist und hielt sich im Kanton Zug auf.
  • Die Schweizer Polizei nahmen die Frau fest und lieferten sie nach Deutschland aus.

Was im Haus in Grafing geschah

Wegen grober Verstöße gegen das Tierschutzgesetz hat die Schweiz am Mittwoch eine 48 Jahre alte Frau nach Deutschland ausgeliefert. Sie soll mit anderen Personen in einem Haus in Grafing jahrelang mehr als 400 Tiere unter verheerenden Umständen gehalten haben. Ein Sprecher der Bundespolizei in Konstanz wollte sich nicht näher zu den Vorwürfen äußern.

Bekannt ist, dass die Frau aus dem Kreis Ebersberg und ihre Bekannten Reptilien, Vögel und Fische unter katastrophalen hygienischen Umständen gehalten haben soll. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Behörden abgemagerte, teils auch tote und bereits mumifizierte Tiere vor.

Wie die Frau festgenommen wurde

Offenbar war die 48-Jährige nach der Durchsuchung in die Schweiz gereist und hatte sich im Kanton Zug aufgehalten. Das Amtsgericht Ebersberg erließ aufgrund der Vorkommnisse einen Untersuchungshaftbefehl und schrieb ihn im Schengenraum aus. Beamte der Schweizer Polizei nahmen die Frau jetzt in Zug fest und lieferten sie nach Deutschland aus.

Sie sitzt jetzt in Untersuchungshaft und wartet auf ihren Prozess. Nicht bestätigt ist, dass es sich bei der Frau um die Lebensgefährtin des selbsternannten Wissenschaftlers und Spinnenforschers Dirk W. handelt. Er war wiederholt als Tierquäler verurteilt worden, hatte sich in die Schweiz geflüchtet - und wurde vor kurzem nach Bayern ausgeliefert.