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Vergewaltigung:Geständnis abgelegt

Mutmaßlicher Vergewaltiger mit Wolfsmaske räumt Vorwürfe ein

Nach der Vergewaltigung einer Elfjährigen in München hat der Tatverdächtige die Vorwürfe eingeräumt. Der 43-Jährige habe sich über seinen Anwalt geäußert, sagte Anne Leiding, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, am Dienstag. Der Münchner Rechtsanwalt Adam Ahmed bestätigte am Nachmittag, sein Mandant habe über ihn "ein schonungsloses schriftliches Geständnis abgegeben, um dem Mädchen wenigstens im Nachgang eine intensive Befragung zu ersparen".

Eine Überraschung war das Geständnis für die Strafverfolger nicht mehr. Schon vergangene Woche hatte der Beschuldigte den Ermittlern über seinen Anwalt den Ablageort der Wolfsmaske verraten, die der Vergewaltiger während des Überfalls am Nachmittag getragen hatte. Der Beschuldigte habe damit Täterwissen offenbart, sagte Leiding. Die Beamten der Ermittlungsgruppe "Wolf" hatten die Maske daraufhin, wie beschrieben, in einem Müllcontainer in Großhadern gefunden, nicht weit entfernt von der Wohnung, in der der Mann zuletzt in einer betreuten Wohngruppe im Maßregelvollzug gelebt hat.

Zu Details des Geständnisses äußerte sich Oberstaatsanwältin Leiding nicht. Der 43-jährige Münchner soll vor zwei Wochen die elfjährige Schülerin im Stadtteil Obergiesing in ein Gebüsch gezerrt und vergewaltigt haben. DNA-Spuren brachten die Ermittler schon nach etwa 40 Stunden auf die Spur des Verdächtigen. Die Polizei nahm den Mann fest, der wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern mehrfach vorbestraft ist. Er kam in die geschlossene Abteilung der psychiatrischen Klinik Haar. Dort ist er seitdem in der höchsten Sicherheitsstufe in der sogenannten "Burg" untergebracht.